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Ausstellung auf der Insel

Veröffentlicht von am 14. Mai 2026

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„Föhr strahlt einfach“ – Petra Kleibömer zeigt emotionale Inselkunst im Dörpshus Nieblum.

Das besondere Licht, die Farben des Meeres, die Weite der Landschaft – für viele Menschen macht genau das den Zauber Föhrs aus. Für Petra Kleibömer wird daraus Kunst. Unter dem Titel „Föhrer Licht und Farben“ zeigt die Künstlerin seit dem 8. Mai ihre neue Ausstellung im Dörpshus Nieblum. Noch bis zum 24. Mai können Besucher dort täglich ihre Werke entdecken – und dabei nicht nur Bilder anschauen, sondern auch direkt mit der Künstlerin ins Gespräch kommen.

Schon in den ersten Tagen zeigte sich Petra Kleibömer begeistert von der Resonanz. „Es ist hier ein Kommen und Gehen tatsächlich“, erzählt sie lachend während unseres Besuchs in der Ausstellung. Besonders schön sei für sie der persönliche Austausch mit den Gästen. Denn fast hinter jedem Bild steckt eine eigene Geschichte.

Beitrag Ausstellung Petra Kleibömer (1)

Eine Liebeserklärung an Föhr

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Der Titel der Ausstellung wirkt fast wie eine Liebeserklärung an die Insel – und genau das ist er für Petra Kleibömer auch. „Ich brauche einfach nur über die Insel zu fahren und schon strahlt alles“, sagt sie. Selbst an nebligen Tagen habe Föhr ihren ganz eigenen Zauber. Besonders das Licht faszinierte die Künstlerin seit vielen Jahren.

Ob Himmel, Meer, Watt oder die frischen Grüntöne der Bäume – all das taucht immer wieder in ihren Bildern auf. Vor allem Blau prägt viele ihrer Werke. „Der Himmel in jeder Art und Weise, das ist mein kleines Steckenpferd“, erzählt sie schmunzelnd.

Dabei entstehen ihre Bilder oft aus ganz persönlichen Momenten heraus. Petra fotografiert Szenen auf der Insel, nimmt Stimmungen auf und verarbeitet sie später in ihrem Atelier – mal kräftig in Öl, mal detailreich als sogenannte Kästchenbilder oder direkt draußen in der Natur beim Plein-Air-Malen.

Kunst als neuer Lebensweg

Zur Malerei kam Petra Kleibömer allerdings erst durch einen persönlichen Einschnitt in ihrem Leben. Nach einer schweren gesundheitlichen Veränderung vor rund 19 Jahren entdeckte sie die Kunst für sich. Eine Freundin nahm sie damals mit zu einem Workshop nach Hamburg – ein Erlebnis, das vieles veränderte. „Da erwachte ich so richtig zu neuem Leben“, erinnert sie sich. Eine Künstlerin bot ihr an, regelmäßig in einem offenen Atelier mitzumalen und brachte ihr Schritt für Schritt die Grundlagen bei. Aus ersten Übungen entwickelte sich schließlich eine große Leidenschaft.

Beitrag Ausstellung Petra Kleibömer (2)

Heute lebt Petra seit rund 14 Jahren auf Föhr – einer Insel, die sie schon viel früher lieben lernte. Bereits als Lehrerin kam sie mit Schulklassen regelmäßig nach Föhr. Und auch familiär gibt es Verbindungen zur Inselgeschichte: Schon ihr Vater war als Kind im Ernst-Schlee-Schullandheim auf Föhr.

Hinter jedem Bild steckt eine Geschichte

Wer die Ausstellung besucht, merkt schnell: Für Petra Kleibömer sind ihre Bilder weit mehr als reine Motive. Sie verbindet mit jedem Werk Erinnerungen, Stimmungen oder ganz konkrete Momente. Besonders ans Herz gewachsen ist ihr aktuell eines ihrer neuesten Bilder. „Das strahlt für mich Lebensfreude aus“, erzählt sie. Generell seien ihre jeweils neuesten Werke oft ihre aktuellen Lieblingsbilder.

Viele Besucher erkennen bekannte Orte der Insel wieder: den Weg nach Alkersum, den Friesen-Dom, Sonnenuntergänge in Utersum oder die Weite des Watts. Genau das macht die Ausstellung für viele Gäste so besonders. „Sie finden sich darin wieder“, sagt Petra. Viele Besucher erzählten ihr, wie sie beim Betrachten der Bilder innerlich zur Ruhe kämen.

Gespräche gehören zur Ausstellung dazu

Anders als in vielen klassischen Galerien ist Petra Kleibömer während der gesamten Ausstellungszeit selbst vor Ort. Täglich von 11 bis 17 Uhr empfängt sie Besucher persönlich im Dörpshus Nieblum. Und manchmal sogar länger, wenn jemand spontan noch vorbeikommen möchte. „Das Schönste ist, wenn Gäste den Künstler direkt ansprechen können“, sagt sie. Manche Besucher möchten einfach in Ruhe schauen, andere stellen viele Fragen. Und genau dafür nimmt sich die Künstlerin bewusst Zeit.

Ein Gästebuch liegt ebenfalls aus – und sogar kleine Herzmagnete können Besucher erwerben. Für Petra gehört genau diese persönliche Atmosphäre zur Ausstellung dazu.

Föhr in drei Farben

Zum Abschluss unseres Gesprächs sollte Petra Föhr mit nur drei Farben beschreiben. Ihre Antwort kam sofort: „Blau, Grün und Rot.“ Blau für Himmel und Meer, Grün für die Natur der Insel und Rot als warme, lebendige Farbe Föhrs.

Und während unseres Interviews kamen bereits die nächsten Besucher durch die Tür des Dörpshus. Für Petra Kleibömer genau das schönste Zeichen dafür, dass ihre Bilder die Menschen berühren.

Die Ausstellung „Föhrer Licht und Farben“ läuft noch bis zum 24. Mai täglich von 11 bis 17 Uhr im Dörpshus Nieblum.

Fotos: Stefan Gaul 

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