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Zwischen Betrug und echter Hilfe: Klarstellung zu aktuellen Spendenaufrufen

Veröffentlicht von am 6. Mai 2026

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Große Solidarität für Janine Bahr-van Gemmert: Inselradio klärt auf – so könnt ihr weiterhin sicher helfen.

Die Warnung der Polizeidirektion Flensburg vor betrügerischen Spendenaufrufen rund um das Tierhuus auf Föhr hat in den vergangenen Tagen für große Verunsicherung gesorgt – auch bei uns in der Redaktion von Inselradio Föhr. Zahlreiche Nachrichten, Anrufe und Nachfragen von Insulanern und Unterstützern haben uns erreicht. Viele fragen sich: Welche Spendenaktion ist wirklich seriös – und wo kommt mein Geld sicher an?

Polizei warnt – Fake-Aufrufe im Umlauf

Fakt ist: Die Warnung der Polizeidirektion Flensburg ist absolut berechtigt. In sozialen Netzwerken kursierten gefälschte Spendenaufrufe, die gezielt Vertrauen ausnutzten. Teilweise wurden sogar Texte und Bilder kopiert, um möglichst glaubwürdig zu wirken. Für Spender ist oft nicht erkennbar, ob das Geld wirklich beim Tierhuus ankommt. Genau das sorgt aktuell für große Unsicherheit.

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Unsere Aktion: transparent, geprüft und sicher

Gleichzeitig ist es uns wichtig, ganz klar zu sagen: Die von uns gemeinsam mit Annette Keisat gestartete Spendenaktion ist seriös und abgesichert. Annette Keisat erklärt im Gespräch ganz deutlich: „Die Spenden sind über GoFundMe abgesichert. Wenn etwas nicht stimmen würde, würde das Geld automatisch zurück an die Spender gehen.“

Ein entscheidender Punkt: Das Geld läuft nicht über private Konten, sondern wird direkt an das Konto des Robbenzentrums beziehungsweise Tierhuus ausgezahlt. Dafür mussten sich die Verantwortlichen offiziell verifizieren – unter anderem mit Bankdaten und Ausweisdokumenten. „Ich wollte das Geld unter gar keinen Umständen auf meinem Konto haben“, betont Annette Keisat. „Es geht direkt dorthin, wo es hingehört.“

Auch wichtig: Die Aktion ist offiziell bekannt. Das Team vom Tierhuus und Robbenzentrum weiß Bescheid und hat die Spendenaktion selbst über seine Kanäle geteilt.

Verunsicherung auch durch fehlende Einordnung in der Berichterstattung

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte aus Sicht unserer Redaktion auch die Berichterstattung rund um das Thema. Während die Warnung vor Fake-Spenden absolut berechtigt ist, wurde unsere laufende, verifizierte Spendenaktion in der Druckausgabe des SHZ (Insel-Boten) vom Dienstag (05. Mai 2026) nicht erwähnt. Lediglich im Online-Artikel fand sich dazu ein kurzer Hinweis. Gerade in einer Situation, in der viele Menschen helfen möchten, ist eine klare Einordnung jedoch besonders wichtig – um Verunsicherung zu vermeiden und seriöse Hilfe sichtbar zu machen.

Große Unterstützung – über 2.000 Menschen helfen bereits

Trotz der aktuellen Unsicherheit ist die Unterstützung weiterhin überwältigend. Über 2.000 Menschen haben bereits gespendet – und die Summe wächst weiter. „Es ist unfassbar rührend“, sagt Annette Keisat. „Da sind kleine Beträge dabei, große Beträge – und sogar Daueraufträge. Jeder einzelne Beitrag ist wertvoll.“

Auch für uns vom Inselradio Föhr war die Situation ein Schock. Wir hatten Janine erst kurz zuvor noch persönlich getroffen. „Die Nachricht war ein riesiger Schock“, so unser Reporter Stefan Gaul. Gemeinsam mit Annette Keisat entstand daraufhin die Spendenaktion – spontan, aus einem Impuls heraus. „Ich habe einfach gehandelt und erst später gemerkt, was das für Kreise zieht“, erzählt Annette Keisat.

Prominente Unterstützung sorgt für zusätzliche Reichweite

Zusätzlichen Rückenwind bekam die Aktion auch von prominenter Seite: Musiker Laith Al-Deen und seine Lebenspartnerin Salome Sulc unterstützten den Spendenaufruf mit eigenen Social-Media-Beiträgen. Beide kennen das Team vom Tierhuus und Robbenzentrum persönlich von einem Auftritt auf Föhr und machten ihre Unterstützung trotz vollem Terminkalender öffentlich. „Das war unglaublich wertvoll für uns“, so Annette Keisat. „Sie haben sich Zeit genommen, ein Video gemacht und sich klar hinter die Aktion gestellt.“ Auch Stefan Gaul bestätigt: „Die beiden standen selbst unter enormem Druck, wollten aber unbedingt helfen – das zeigt, wie wichtig ihnen das Thema ist.“

Warum die Hilfe weiterhin so wichtig ist

Bei der Aktion geht es nicht nur um Janine selbst – sondern um ihr gesamtes Lebenswerk. Das Tierhuus und das Robbenzentrum müssen weiterlaufen, Tiere müssen versorgt werden und das Team vor Ort steht aktuell vor enormen Herausforderungen. „Wir wollten vor allem eine Sorge nehmen – die finanzielle“, sagt Stefan Gaul. „Und dank euch da draußen ist das bisher gelungen.“

Doch klar ist auch: Die Situation bleibt unsicher. Niemand weiß, wie lange die Genesung dauern wird und wie es weitergeht. Deshalb läuft die Spendenaktion bewusst ohne feste Obergrenze weiter.

Föhrer Zusammenhalt spürbar – trotz Kritik

Neben viel Unterstützung gab es auch kritische Stimmen und Anfeindungen – das verschweigen die beiden nicht. Doch am Ende überwiegt für Annette Keisat ganz klar das Positive: „Die Empathie und der Zusammenhalt sind unglaublich. Das ist wirklich typisch Föhr.“

Unser Appell: genau hinschauen – aber weiter helfen

Die wichtigste Botschaft in dieser Situation ist klar:
● Seid wachsam bei Spendenaufrufen in sozialen Netzwerken.
● Prüft genau, wohin ihr spendet.
● Aber lasst euch nicht davon abhalten zu helfen.

Denn Hilfe wird weiterhin dringend gebraucht.

Hier geht’s zur offiziellen Spendenaktion:

https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-tierarztin-janine-bahr-van-gemmert⁠

Oder direkt über die Kanäle vom Inselradio Föhr sowie die Seiten vom Tierhuus Insel Föhr e.V und dem  Robbenzentrum Föhr.

Fazit: Vertrauen schützen – Hilfe ermöglichen

Die Polizei-Warnung ist wichtig und richtig. Gleichzeitig darf sie nicht dazu führen, dass seriöse Hilfe ausgebremst wird. Genau deshalb war uns dieses Gespräch so wichtig: um aufzuklären, Vertrauen zu schaffen – und zu zeigen, dass eure Unterstützung ankommt.

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Deine Meinung
  1. Elisabeth N   am   6. Mai 2026 at 10:19

    Super geschrieben Inselradio 🙂 in der Zeitung das war eine Frechheit für eure tolle Aktion. Ich drücke weiterhin fest die Daumen

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