Boutique-Hotel Landliebe
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 27. März 2026
Neustart auf Föhr: Patrick Lüders eröffnet „Landliebe“ – sein eigenes Hotel mit Herz, Genuss und klarer Handschrift.
Acht Jahre lang hat er eines der bekanntesten Hotels auf Föhr geprägt – jetzt beginnt für Patrick Lüders ein komplett neues Kapitel. Mit dem Boutique-Hotel „Landliebe“ zwischen Nieblum und Alkersum erfüllt er sich den Traum vom eigenen Haus. Kleiner, persönlicher und mit ganz eigener Handschrift. „Es macht einfach Spaß, etwas entstehen zu lassen“, sagt Lüders. Und genau das ist aktuell überall spürbar: Aufbruch, Gestaltung und ganz viel Leidenschaft für ein Projekt, das von Grund auf wachsen soll.

Vom Hoteldirektor zum Gastgeber im eigenen Haus
Der Schritt kam für viele überraschend. Acht Jahre lang leitete Lüders das Upstalsboom am Südstrand – Anfang 2025 fiel dann für ihn die Entscheidung, sich zum Jahresende zu verändern. „Es war ein Bauchgefühl“, erzählt er. Klar war zunächst nur eines: Er wollte auf Föhr bleiben.
Dass daraus ein eigenes Hotel wird, war anfangs gar nicht geplant. Erst nach und nach entwickelte sich die Idee – und schließlich die Chance, mit der „Landliebe“ etwas Eigenes aufzubauen. Ein großer Unterschied? Für Lüders nicht unbedingt: „Ich habe auch vorher schon so gearbeitet, als wäre es mein eigenes Haus.“

Kleiner, persönlicher – aber mit viel Potenzial
Die „Landliebe“ ist bewusst überschaubar. Zwölf Zimmer, dazu eine großzügige Urlaubsresidenz – mehr nicht. Doch genau darin liegt die Stärke. Statt Masse setzt Lüders auf Qualität, Ruhe und Individualität.
„Hier kann sich jeder wohlfühlen, so wie er möchte“, sagt er. Ob Familien, Freundesgruppen oder Ruhesuchende – das Konzept ist offen gedacht. Die Lage zwischen zwei Bauernhöfen, mit viel Natur drumherum, schafft dafür die perfekte Grundlage.

Genuss im Mittelpunkt – von früh bis spät
Ein zentraler Baustein ist die Küche. Lüders kommt selbst aus der Gastronomie – und das merkt man. Beim Frühstück setzt er auf eine Mischung aus Buffet und à la carte: regionale Produkte, frische Zubereitung und möglichst wenig Verschwendung.
„Nachhaltigkeit ist uns wichtig – wegschmeißen ist keine Alternative“, betont er. So entstehen beispielsweise neue Gerichte aus Resten vom Frühstück, etwa Semmelknödel aus übrig gebliebenen Brötchen. Am Abend beschreibt er das Konzept als „Casual Fine Dining“ – von klassischem Wiener Schnitzel bis hin zu modernen, auch vegetarischen Gerichten. Immer im Fokus: Regionalität, Qualität und Abwechslung.

Vertrautes Team, klare Werte
Unterstützung bekommt Lüders von ehemaligen Weggefährten, mit denen er bereits jahrelang zusammengearbeitet hat. Vertrauen, Zusammenhalt und offene Kommunikation stehen dabei im Mittelpunkt.
„Man darf auch mal streiten – wichtig ist, dass man gemeinsam an einem Strang zieht“, sagt er. Diese Haltung prägt auch den Umgang im Team und soll sich später auf die Atmosphäre im ganzen Haus übertragen.

Familienfreundlich gedacht – ohne Einschränkungen
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Familien. Acht der zwölf Zimmer lassen sich erweitern, sodass Eltern und Kinder getrennte Schlafbereiche haben – ein Detail, das im Urlaub oft entscheidend ist.
Dazu kommen ein großer Spielplatz direkt vor der Tür, ein eigenes Kinderbuffet am Morgen und eine wechselnde Kinderkarte am Abend. Gleichzeitig bleibt das Hotel offen für alle Zielgruppen – von Kulturinteressierten bis zu Freundesgruppen.
Offen für alle – auch ohne Hotelbuchung
Das Restaurant der „Landliebe“ ist bewusst kein reines Hotelangebot. Frühstück und Abendessen stehen auch externen Gästen offen – und das Interesse ist bereits jetzt groß. „Viele haben reserviert, ohne überhaupt die Karte zu kennen“, sagt Lüders. Ein Vertrauensvorschuss, der zeigt, wie gespannt viele auf das neue Konzept sind.

Startschuss und Blick in die Zukunft
Am 27. März reisen die ersten Gäste an – pünktlich, während im Hintergrund noch die letzten Arbeiten laufen. „Hinten geht der letzte Handwerker raus und vorne kommt der erste Gast rein“, sagt Lüders und lacht.
Für die Zukunft hat er klare Ziele: ein etabliertes Haus, stetige Weiterentwicklung – und vielleicht auch wieder Veranstaltungen. Erste Kooperationen, etwa mit dem Weingut Waalem, stehen bereits. Und wer weiß: Vielleicht gibt es irgendwann sogar wieder ein größeres Event auf Föhr, wie jahrelang das „Südstrand Open Air”. Lüders sagt dazu nur: „Ausschließen würde ich das nicht.“
Fest steht schon jetzt: Mit der „Landliebe“ bekommt Föhr nicht nur ein neues Hotel – sondern ein Projekt mit Persönlichkeit, klarer Haltung und viel Liebe zum Detail.
