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100 Jahre Flugplatz – doch statt Jubiläum droht Stillstand

Veröffentlicht von am 24. März 2026

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Flugplatz Föhr vor ungewisser Zukunft – Investoren warten auf Antwort.

Wyk auf Föhr – Ausgerechnet im Jubiläumsjahr steht der Flugplatz Föhr vor einer ungewissen Zukunft. Im Jahr 2026 würde der Standort sein 100-jähriges Bestehen feiern – gleichzeitig rückt eine grundlegende Entscheidung über Fortbestand oder mögliche Schließung näher.

Dabei wurde die zentrale Bedeutung des Flugplatzes erst im Jahr 2023 im Rahmen der Regionalplanung ausdrücklich bestätigt: Als wichtiger Versorgungsknotenpunkt gewährleistet er die medizinische Notfallversorgung sowie die infrastrukturelle Anbindung der Insel und ist zugleich ein bedeutender Zugang für den Tourismus.

Trotz dieser essenziellen Funktionen arbeitet der Flugplatz seit Jahren wirtschaftlich defizitär. Nach Ansicht einer Investorengruppe könnte diese Situation jedoch durch ein tragfähiges Konzept nachhaltig verbessert werden.

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Bereits seit Ende 2025 steht mit dem 30. Juni 2026 ein entscheidender Stichtag im Raum. Bis dahin sollten Gespräche über die zukünftige Ausrichtung des Flugplatzes geführt werden. Doch bislang bleiben entsprechende Abstimmungen aus.

Eine Investorengruppe bestehend aus Prof. Dr. Frederik Paulsen, Dirk Lehmann und Dr. Matthias Redlefsen hat den Gesellschaftern sowie der Flugplatzbetriebsgesellschaft bereits Ende 2025 und erneut im Februar 2026 ein indikatives Angebot vorgelegt und ihre Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Eine Reaktion steht jedoch weiterhin aus.

Das Konzept der Investoren sieht die Gründung einer neuen Betriebsgesellschaft vor. Ziel ist es, den Flugbetrieb langfristig zu sichern, die Gastronomieflächen nachhaltig zu verpachten, Arbeitsplätze zu erhalten sowie die regionale Luftfahrt und den Tourismus zu stärken.

Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens ist die vollständige Wiederherstellung der Verkehrstauglichkeit des Flugplatzes. Insbesondere die Ost-West-Bahn spielt hierbei eine entscheidende Rolle: Ohne diese wäre ein sicherer und wirtschaftlicher Betrieb aufgrund der Insellage und der eingeschränkten Windverhältnisse nicht möglich.

Die Übernahme des aktuell defizitären Betriebs würde zudem zu einer deutlichen finanziellen Entlastung des kommunalen Haushalts der Stadt Wyk beitragen.

„Das fortgesetzte Schweigen der Gesellschafter erweckt den Eindruck einer Aussitzstrategie“, erklärt Dirk Lehmann. „Angesichts der Bedeutung des Flugplatzes für die Region können und wollen wir weiteres Zuwarten nicht akzeptieren. Wir fordern zeitnah einen konstruktiven Dialog.“

Weiter betont Lehmann: „Unsere Ziele sind klar: der Erhalt, die Modernisierung und der dauerhafte Weiterbetrieb des Flugplatzes. Wir übernehmen Verantwortung für den Standort Föhr, stärken die regionale Wirtschaft, investieren in Sicherheit und Arbeitsplätze und möchten gemeinsam mit der Kommune zukunftsfähige Perspektiven für die Insel entwickeln.“

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Deine Meinung
  1. Klaus Thomsen   am   24. März 2026 at 22:03

    Ich denke bei dem offensichtlichen Klüngel ist eine Strafanzeige gegen die Beteiligten fällig.

    • Francisco Scaramanga   am   25. März 2026 at 10:13

      „Strafanzeige“ ist ein interessantes Stichwort, lieber Klaus, nur: „gegen wen konkret“ und was ist der „Vorwurf“? Wenn es stimmen sollte(!), dass der Flugplatz in der Rechtsform einer GmbH jahrelang defizitär betrieben worden ist, dann würde ja die Vermutung naheliegen, dass die Gesellschaft ihr Vermögen irgendwann aufgezehrt gehabt haben müsste(!), und das könnte(!) zur Überschuldung geführt haben. Wenn das so wäre(!), hätte(!) sich der Geschäftsführer wahrscheinlich(!) der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht, was strafbar wäre(!). Aber, wir merken schön: „könnte“, „hätte“ und „wäre“ – alles Spekulation! Reicht das als Anfangsverdacht für eine Strafanzeige? So etwas kann leicht nach hinten losgehen, denn es wäre genauso strafbar, jemanden fälschlich zu beschuldigen! Aber die Fragen sind damit noch nicht am Ende… denn (wiederum: wenn das alles stimmen sollte) wie konnte die Flugplatz-GmbH denn überhaupt so lange „überleben“, wenn sie doch angeblich lange Jahre defizitär war? Oder war sie vielleicht gar nicht defizitär, sondern diese Behauptung diente nur dem Zweck, die Schließung zu begründen? Aber lügen wäre zwar nicht nett, erst einmal nicht verboten und auch nicht strafbar. Und wenn es doch defizitär war: sind vielleicht aus irgendwelchen „Töpfen“ Geldmittel in die GmbH verschoben worden und auf welchem Weg? War das legal oder vielleicht Untreue? Und wenn es illegal gewesen sein sollte(!?), gibt es dafür Beweise oder sind diese „verschwunden“? Es könnte ja mal jemand „versehentlich“ etwas weggeworfen haben?! Auch alles Spekulation. Und wenn die Betriebsräume (Tower, Arbeitsplatz des Flugbetriebsleiters usw.) arbeitsrechtlichen Vorschriften und Sicherheitsvorschriften nicht entsprechen sollten(?!), wie in der Presse zu lesen war, was haben denn dann die zuständigen Aufsichtsbehörden oder Organisationen (z.B. die Berufsgenossenschaft) unternommen? Könnte es sein, dass Ordnungsbehörden zuständig waren, die zugleich der Stadtverwaltung unterstehen? Jeder Gastronom und Unternehmer wird genauestens unter die Lupe genommen, der (kommunale) Flugplatz aber vielleicht(?) nicht? Könnte(!) das sein? Fragen über Fragen! Eine Strafanzeige rechtfertigen bloße Fragen vermutlich aber nicht.
      Francisco

    • Dirk Lehmann   am   25. März 2026 at 13:22

      Moin Klaus und Francisco. Ich danke Euch für Euer Interesse am Flugplatz. Gerne möchte ich Euch bitten, Euren Ärger einzudämmen. Es geht uns jedenfalls um den Platzerhalt und um eine gute konstruktive Zusammenarbeit mit den beteilgten Stellen und Personen. Wir glauben, dass wir damit das Beste für möglichst viele Bürger der Insel und Nutzer der Flugplatzinfrastruktur erreichen können. Beste Grüße Dirk

      • Friedhelm Sohn   am   25. März 2026 at 15:44

        Bloß nicht zu viel kritisieren und die Wahrheit ans Licht bringen?!?
        Mit dieser sehr schlechten Strategie ist der Flugplatz da hingekommen, wo er heute ist.
        Hilfreicher wäre regelmäßiger öffentlicher Druck. Die Stadtpolitiker könnten da vieles erreichen, wenn sie nicht permanent vor den Rathaus-Oberen und ihren offenkundigen Interessen kuschen würden.
        Bleibt zu wünschen, dass der Flugplatz seinen Überlebenskampf gewinnen möge. Wie wichtig er für die Infrastruktur der Insel ist, wird spätestens dann klar, wenn er in seiner jetzigen Form abgeschafft ist

  2. Ralfi   am   24. März 2026 at 19:41

    Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt merkt sofort welche Interessen seitens Wyk und Reeder bestehen hahaha

  3. Walter M. Goritz   am   24. März 2026 at 15:53

    Was bildet sich die Stadt ein. Meint die Stadtspitze wirklich, dass sie Ende Juni sagen kann, “der Vorschlag der Investoren war scheiße, die Bahn wird geschlossen” ???

    Ohne jemals mit den Investoren an einem Tisch gesessen zu haben ?!?!?

    Meint ihr, liebe Stadt, wir sind so blöd ??
    Und lassen Euch das so durchgehen ?? 😀

    Never ever !!

    Vorschlag: Postet doch mal auf Eurer Stadthomepage eine Foto vom Treffen mit den Investoren.. .. und redet mit denen !!

  4. Nils und Tanja R.   am   24. März 2026 at 15:09

    100prozentige Zustimmung Peer Schmidt mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen

  5. Peer Schmidt   am   24. März 2026 at 14:55

    Ein Armutszeugnis für die Politik. Und dann wundern sich die “Herrschaften” das der “gemeine Pöbel” keinen Bock auf Politik hat. Einfach nur traurig.

  6. Familie Aschau   am   24. März 2026 at 14:41

    Föhr wird leider immer unattraktiver und ohne den Flugplatz geht der Trend noch weiter nach unten

  7. Sandra   am   24. März 2026 at 14:16

    Sehr gut geschrieben und auch mir fehlen sämtliche Worte 🙁 Das doch ein Machtspiel

  8. Francisco Scaramanga   am   24. März 2026 at 13:45

    Es ist ja auch eine Frechheit, dass Bürger sich erdreisten eine Meinung zu haben und Wünsche zu formulieren, die der Obrigkeit zuwiderlaufen. Es soll doch tatsächlich Inselbewohner geben, die nicht möchten, dass es den Flugplatz nicht mehr geben soll! Wo kommt man denn da hin? Und dann auch noch diese Investoren! Was fällt denen denn überhaupt ein, ein Konzept vorzustellen, das am Ende auch noch wirtschaftlich tragfähig sein könnte. Da wäre der Hofstaat ja blamiert! Also mir tun diese Herren echt leid, was die sich alles bieten lassen müssen!

  9. Julia Sophie Massen   am   24. März 2026 at 13:29

    Die Stadt Wyk möchte dann ja anscheinend nicht obwohl es doch nach euren Bericht vor Monaten in der Stadtvertretung so beschlossen wurd oder haben wir da etwas falsch verstanden? Das ist unglaublich und gegenüber den Bürgern ein Armutszeugnis. 🙁

  10. R.Gaede   am   24. März 2026 at 12:40

    Mich wunderte schon warum bis heute nichts durch die Medien kommuniziert worden ist. Welches Spiel wird dort von einer Reederei und Stadt gespielt?

    • Anja Wyk   am   24. März 2026 at 12:41

      Ohne Worte… Investoren sind bereit, die Stadt Wyk finanziell zu entlasten, und die Stadt reagiert nicht.

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