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Parken in Wyk vor dem Umbruch

Veröffentlicht von am 13. Februar 2026

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Scanner, Gebühren, Zeitlimits – so drastisch soll sich das Parken in Wyk verändern.

Am kommenden Donnerstag, 19. Februar 2026, steht in Wyk ein Thema auf der politischen Agenda, das viele Insulanerinnen und Insulaner, Gäste und Gewerbetreibende unmittelbar betrifft: die künftige Bewirtschaftung der Parkplätze in der Stadt Wyk auf Föhr.

Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr der Stadt Wyk auf Föhr befasst sich an diesem Abend erstmals öffentlich mit einem Vorschlag des Amtes Föhr-Amrum, der eine umfassende Optimierung und Neuausrichtung der Parkraumbewirtschaftung vorsieht: neue Gebühren, mehr Zeitbegrenzungen, Scannertechnik zur Kontrolle – und eine stärkere Lenkung des Parkverkehrs im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie „Nachhaltige Mobilität“.

Die Sitzung beginnt nach aktuellem Stand um 17:00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Wyk auf Föhr.

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Offene Diskussion

Am kommenden Donnerstag wird noch keine Entscheidung getroffen. Der Vorschlag wird beraten und diskutiert. Eine mögliche Beschlussfassung müsste zu einem späteren Zeitpunkt durch die Stadtvertretung erfolgen.

Was bislang eher schrittweise angepasst wurde, könnte nun zu einem umfassenden Umbau des Parksystems führen. Wir haben die beiden Vorlagen aus der Sitzungsvorbereitung ausgewertet – und zeigen, was konkret geplant ist.

Ziel: Weniger Dauerparker, mehr Steuerung

Das Konzept nennt mehrere Problemfelder:
● Zweckentfremdung von Parkflächen (Wohnmobile, Anhänger, selten genutzte Fahrzeuge)
● Einnahmeverluste (z. B. am Sauermannsparkplatz rund 16.000 Euro nach Wegfall der Schranke)
● Hoher Kontrollaufwand
● Fehlende Lenkung des Parkverkehrs

Ziel sei es, Parkflächen „effizienter“ zu nutzen, Kurzzeitparken im Zentrum zu stärken, Langzeitparken zu steuern – und gleichzeitig Einnahmen zu sichern. Ein zentrales Element dabei: digitale Kennzeichenscanner, die Parkzeiten automatisch erfassen.

Innenstadt: Mehr Begrenzung, mehr Kontrolle

Hafenstraße

Hier soll es künftig eine sogenannte „Brötchentaste“ geben – 30 Minuten kostenloses Parken für kurze Erledigungen.

Sauermannsparkplatz

Nach Wegfall der Schranke seien die Einnahmen deutlich gesunken. Geplant ist nun:

● Parkscheinautomat
● Scannertechnik zur Kontrolle

Heymannsparkplatz

Hier wird es konkreter:
● Nur noch für PKW
● 1 Euro pro Stunde
● Tageskarte 6 Euro
● Einführung von Anwohner- und Mitarbeiterparkplätzen
● Scannertechnik ab 2027
● Alternativ: Parkscheibe mit 8 Stunden Begrenzung

Johannesstraße

Am Ende der Straße soll Kurzzeitparken mit maximal 3 Stunden eingeführt werden.

Industriegebiet: Gebühren für Dauerparker

Besonders deutlich wird das Konzept im Bereich Koogskuhl.

Parkplatz Koogskuhl

Geplant sind:

● 1 Euro pro Stunde
● Tageskarte 6 Euro
● Monatsticket 30 Euro
● Erste Stunde frei
● Scannertechnik statt regelmäßiger Außendienstkontrollen

Begründung: Dort parkten viele Fahrzeuge dauerhaft – darunter Wohnmobile, Anhänger, Fahrzeuge von Zweitwohnungsbesitzern oder Festland-Handwerkern.

Auch im Kohharder Weg soll künftig eine 8-Stunden-Begrenzung gelten.

Außenbereiche: Zeitlimits statt Dauerparken

Mehrere bislang weniger regulierte Straßen sollen künftig zeitlich begrenzt werden:

● Badestraße: 3 oder 8 Stunden Begrenzung je nach Abschnitt


● Museumstraße: 8 Stunden
● Friedrichstraße: 8 Stunden + Anwohnerregelung
● Rugstieg: nur PKW, 8 Stunden

Flugplatz und Südstrand: Neue Gebühren geplant

Auch der Parkplatz am Flugplatz soll bewirtschaftet werden:

● 2 Euro pro Stunde
● Tageskarte 6 Euro
● Keine Höchstparkdauer

Am Südstrand (Badestraße 111) ist ebenfalls eine Gebührenpflicht geplant:

● 2 Euro pro Stunde
● Tageskarte 6 Euro

Als Ausweichmöglichkeiten nennt das Konzept die Waldstraße und die Parkstraße.

Aquaföhr: Neues System im Zuge des Neubaus

Mit dem geplanten Neubau des Aquaföhr soll es:

● Eine zentrale Ein- und Ausfahrt geben
● Scannertechnik
● Langzeittarife
● Vergünstigungen für Aquaföhr-Besucher

Scannertechnik – das Herzstück der Reform

Mehrere Parkflächen sollen künftig mit Kennzeichenerfassung ausgestattet werden.

Laut Vorlage:

● Weniger tägliche Kontrollgänge
● Außendienst nur noch 2–3 Stunden pro Tag
● Automatische Dokumentation von Parkzeiten
● Gezielte Einnahmesicherung

Für viele Bürger dürfte genau dieser Punkt sensibel sein – Stichwort Datenschutz und Kontrolle.
Die automatische Kennzeichenerfassung ist datenschutzrechtlich (DSGVO) zulässig, sofern sie eng begrenzt, transparent und zweckgebunden (z.B. Parkraumbewirtschaftung) erfolgt. Kfz-Kennzeichen gelten als personenbezogene Daten, weshalb eine klare Rechtsgrundlage (oft berechtigtes Interesse, Art. 6 DSGVO) erforderlich ist. Transparente Hinweise und kurze Speicherfristen sind zwingend. 

Was bedeutet das für Wyker und Gäste?

Sollte das Konzept in dieser Form beschlossen werden, würde sich das Parken in Wyk deutlich verändern:

● Mehr Gebühren
● Mehr Zeitlimits
● Digitale Überwachung per Scanner
● Monatstickets im Industriegebiet
● Gebührenpflicht an neuen Standorten
● Begrenzte Anwohnerregelungen ohne Stellplatzgarantie

Die Befürworter argumentieren mit Nachhaltigkeit, gerechter Nutzung und Einnahmesicherung. Kritiker dürften höhere Kosten, stärkere Reglementierung und die Ausweitung technischer Kontrolle anführen.

Ausblick

Am Donnerstag, 19. Februar, wird im Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr offen darüber diskutiert, wie sich das Parken in Wyk künftig verändern könnte.
Noch ist nichts entschieden – aber die Vorschläge sind weitreichend und verdienen Aufmerksamkeit. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Fotos: Stefan Gaul 

Weitere Informationen zum Thema:

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Deine Meinung
  1. Ingeborg Reder   am   13. Februar 2026 at 20:46

    Hallo? Das bedeutet wenn ich mit meinem Mann zukünftig ins Hallenbad möchte oder zu einer Massage soll ich dafür noch zusätzlich das Parken bezahlen. Dann bleiben wir lieber fern in Zukunft

    • René Wallius   am   13. Februar 2026 at 21:00

      wir können nicht glauben was wir da lesen Föhr gibt alles immer ungeliebter zu werden und zum Amt fehlen einem nur noch die Worte .

  2. Anke Riemann   am   13. Februar 2026 at 20:32

    Auch hier müssten die Insulaner unter euch eigentlich den Sitzungssaal stürmen das ja eine unglaubliche Frechheit was wir lesen uns fehlen alle wirklich alle Worte 🙁

  3. Familie Aschau   am   13. Februar 2026 at 20:16

    Das sollte doch bestimmt wieder heimlich an den Bürgern vorbei lesen und hören wir jetzt zum ersten Mal Danke an das Radio für diese Information die uns erschüttert.

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