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Föhrer Fotograf in Indien

Veröffentlicht von am 6. April 2026

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Vier Wochen Indien: Föhrer Fotograf erlebt Farben, Extreme – und wird vom Affen erpresst.

Vier Wochen allein durch Indien – von Mumbai bis zum Himalaya. Mit dabei: Kamera, Mut und die Neugier auf ein Land, das mit Europa kaum zu vergleichen ist. Was der Föhrer Fotograf Benjamin Lehmann erlebt hat, ist mehr als nur eine Reise. Es ist ein Abenteuer voller Gegensätze, intensiver Begegnungen – und Geschichten, die man so schnell nicht vergisst. Als Benjamin im Studio sitzt, merkt man sofort: Diese Reise hat Spuren hinterlassen. Rund 2.000 Fotos hat er gemacht – aber noch viel mehr Eindrücke mitgebracht.

„Ich wollte einfach etwas komplett anderes sehen“

Die Idee für die Reise kam nicht von ungefähr. Inspiriert wurde Benjamin unter anderem von Steve McCurry, der selbst schon früh durch Indien gereist ist. „Wenn ich nur ansatzweise ein paar gute Fotos hinbekomme, lohnt sich das“, sagt Benjamin. Und genau das war sein Ziel: Menschen fotografieren. Street Photography. Echte Begegnungen. „Ich fotografiere am liebsten Menschen – einfach Porträts aus dem echten Leben.“

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Schon die Ankunft in Mumbai war ein Schock für die Sinne: Hitze, Luftfeuchtigkeit – und vor allem Lärm. „Die hupen da einfach die ganze Zeit. Ohne Grund. Es ist permanent laut.“ Gleichzeitig aber auch: eine moderne, faszinierende Stadt.

Beitrag Föhrer Fotograf Benjamin Lehmann in Indien (1)

Zwischen Armut und Herzlichkeit

Was Benjamin besonders beschäftigt hat, waren die extremen Gegensätze im Land. Vor allem die Armut. „Ich habe gesehen, dass junge Frauen ihre Babys ruhigstellen, damit sie besser betteln können.“ Ein Gedanke, der ihn bis heute nicht loslässt. Und doch steht dem etwas ganz anderes gegenüber: unglaubliche Hilfsbereitschaft.

„Ich habe einmal jemanden nach dem Weg gefragt – plötzlich standen sechs Leute um mich herum und haben geholfen.“ Diese Mischung aus Härte und Herzlichkeit zieht sich durch seine ganze Reise.

Beitrag Föhrer Fotograf Benjamin Lehmann in Indien (2)

Holi-Festival, Farbenrausch und ein perfektes Foto

Einer der emotionalsten Momente: das Holi-Festival in Mathura. Eine ganze Stadt voller Farben, Menschen, Energie. „Alle wollten mich anmalen – ich war das perfekte Ziel.“ Mitten im Trubel entsteht eines seiner Lieblingsbilder: Ein Mann, komplett mit Farbe bedeckt – und seine Tochter, die ihm noch mehr Farbe ins Gesicht reibt. „Das war so ein Moment, da wusste ich: Dafür hat sich die Reise gelohnt.“

Grenzen des Fotografierens

Doch nicht überall wollte Benjamin die Kamera heben. In Varanasi, am heiligen Ganges, erlebte er Verbrennungen von Verstorbenen hautnah. „Ich stand direkt daneben – aber da wollte ich keine Fotos machen.“ Ein Moment, der zeigt: Fotografieren hat auch Grenzen.

Beitrag Föhrer Fotograf Benjamin Lehmann in Indien (3)

Krankheit und Durchhalten

Indien ist nicht nur faszinierend – sondern auch herausfordernd. Benjamin bekam in Varanasi eine Lebensmittelvergiftung. „Ich lag bei 30 Grad unter drei Decken und habe gefroren.“ Trotz Fieber und Schwäche musste er weiterreisen – acht Stunden im Zug. „Das war schon ziemlich heftig.“

Affe klaut Brille – und will Lösegeld

Eine Geschichte, die fast schon filmreif ist: Mitten im Ort springt ein Affe auf ihn zu, reißt ihm die Brille vom Gesicht und verschwindet aufs Dach. „Ich dachte, die ist jetzt weg.“ Doch die Einheimischen wussten sofort, was zu tun ist: Ein Smoothie wurde organisiert – und gegen die Brille getauscht. „Der Affe hat mich wirklich erpresst.“

Begegnungen, die bleiben

Neben all den Eindrücken waren es vor allem die Menschen, die die Reise geprägt haben: Hippies in Varanasi, ein Journalist in Mumbai, Kontakte über das Goethe-Institut, Studenten am Himalaya, eine muslimische Familie in Delhi. „Ich habe viel mehr Menschen kennengelernt, als ich gedacht hätte.“

Ein Blick, der sich verändert

Die Reise hat Benjamin verändert – auch im Kleinen. „Man merkt erstmal, wie selbstverständlich unser Leben hier ist.“ Vor allem der Umgang mit Geld und Lebensstandard hat sich für ihn relativiert.

Und jetzt? Mexiko.

Kaum zurück, steht schon das nächste Abenteuer an: Mexiko. Diesmal etwas ruhiger – aber wieder mit Kamera im Gepäck. Seine Indien-Bilder möchte Benjamin künftig ausstellen oder vielleicht sogar in einem Magazin veröffentlichen.Und wenn man ihm so zuhört, wird klar: Diese Reise war nicht nur ein Abenteuer. Sondern ein Stück Leben, das bleibt.

Fotos: Privat 

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