Klarstellung zum Hubschrauberlandeplatz
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 8. April 2026
Flugplatz Wyk: Stadt widerspricht Gerüchten – Hubschrauberlandeplatz bleibt und Zahlen zeigen seine Bedeutung.
Nach Berichten in der Presse und Diskussionen in sozialen Netzwerken hat die Stadt Wyk auf Föhr jetzt deutlich Stellung bezogen – und widerspricht klar falschen Darstellungen.
Wörtlich heißt es in Mitteilung auf der Seite “Amt Föhr Amrum”: „Unsachgemäße Berichterstattungen in der Presse und nicht der Wahrheit entsprechende Behauptungen einzelner Personen auf den Social-Media-Kanälen haben in den vergangenen Tagen auf Föhr zu einer offensichtlichen Verunsicherung in der Bevölkerung geführt.“
Anm. der Inselradio Föhr Redaktion: Die in der Mitteilung genannte „unsachgemäße Berichterstattung“ wird nicht näher konkretisiert. Ohne Beispiele oder Bezug zu einzelnen Aussagen bleibt offen, worauf sich dieser Vorwurf bezieht.
Eine solche pauschale Einordnung macht es für die Öffentlichkeit schwierig, die Kritik nachzuvollziehen oder einzuordnen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass die bestehende Berichterstattung der Medien insgesamt infrage gestellt wird, ohne dies transparent zu begründen.
Gerade in einer laufenden öffentlichen Diskussion wäre es zielführend, konkrete Punkte zu benennen, um eine sachliche und überprüfbare Auseinandersetzung zu ermöglichen.
Wir finden, gerade in einer Situation, in der Transparenz eine zentrale Rolle spielt, wäre eine präzisere Einordnung hilfreich, um Missverständnisse zu vermeiden und eine sachliche Diskussion zu ermöglichen.

Hubschrauberlandeplatz „zu keiner Zeit in Frage gestellt“
Die Flugplatzbetriebsgesellschaft mit den Gesellschaftern Stadt Wyk und Wyker Dampfschiffs-Reederei stellt deshalb unmissverständlich klar: „Der Verbleib des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Flugplatz ist zu keiner Zeit in Frage gestellt worden.“
Gerade für die medizinische Versorgung der Insel spielt der Landeplatz eine zentrale Rolle – das zeigen auch die aktuellen Einsatzzahlen.
Über 500 Einsätze belegen die Bedeutung
Für den Zeitraum 01.07.2024 bis 30.11.2025 wurden insgesamt 513 Einsätze von Rettungshubschraubern registriert.
Dabei entfielen allein auf Wyk 438 Einsätze, davon wiederum 405 direkt am Flugplatz.
Weitere Einsätze verteilten sich auf die Inselgemeinden:
● Wrixum: 2 ● Witsum: 1 ● Utersum: 21 ● Süderende: 3 ● Oldsum: 11 ● Oevenum: 3 ● Nieblum: 12 ● Midlum: 7 ● Dunsum: 2 ● Borgsum: 3 ● Alkersum: 4
Die übrigen Landungen fanden direkt an den jeweiligen Einsatzstellen statt. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Standorts für schnelle medizinische Hilfe – gerade auf einer Insel wie Föhr.
Flugplatz bleibt – aber Veränderungen möglich
Auch grundsätzlich hält die Politik am Flugplatz fest. Ein entsprechender Beschluss der Wyker Stadtvertretung sieht weiterhin den Erhalt des Flugplatzes vor.
Allerdings gibt es weiterhin Planungen rund um die Landebahn 09/27: Diese könnte geschlossen werden – allerdings nur dann, wenn bis zum 30. Juni 2026 kein tragfähiges Konzept einer Investorengruppe vorliegt. Hintergrund sind Sicherheits- und Lärmschutzaspekte.
Weitere Gespräche nicht öffentlich
Zudem kündigt die Stadt an, dass es vorerst keine öffentliche Diskussion über den Sachstand geben wird. Notwendige Gespräche sollen zunächst im Rahmen von Arbeitskreisen, Gesellschafterversammlungen und politischen Gremien im nicht-öffentlichen Bereich geführt werden.
Eine öffentliche Meinung zum Thema findet ihr in unserer Meinungsumfrage.
Abstimmungsformular – Zukunft des Flugplatzes Föhr.
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Fotos: Stefan Gaul
