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Brandanschlag im öffentlichen WC

Veröffentlicht von am 17. Februar 2026

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Gefährliche Brandstiftung im alten Hafenamt in Wyk – Stadt setzt 500 Euro Belohnung aus.

War es eine TikTok-Challenge? War es Übermut? Oder einfach nur rohe Zerstörungswut? Fest steht: In der Toilettenanlage am alten Hafenamt in Wyk ist es am Sonntag zu einer gefährlichen Brandstiftung gekommen – und es hätte deutlich schlimmer enden können.

Toilettenbecken in Brand gesetzt

Am Sonntag, 15. Februar 2026, bemerkten Passanten gegen 16 Uhr starken Brandgeruch im Damenbereich der Toilettenanlage am alten Hafenamt. Ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofes wurde sofort informiert.

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Vor Ort entdeckte er im dichten Rauch sofort den Brandherd: In einer Kabine war das Toilettenbecken mit Toilettenpapier verstopft und anschließend in Brand gesetzt worden. Der Toilettendeckel war zuvor offenbar heruntergeklappt worden.

Dem Bauhof-Mitarbeiter gelang es, das Feuer eigenständig zu löschen – noch bevor die Feuerwehr eintraf.

Wie auf den Fotos zu sehen ist, entstand erheblicher Schaden. Das Toilettenbecken wurde massiv verrußt, die gesamte Kabine ist stark beschädigt.

Strafrechtlich kein Kavaliersdelikt

Bei dieser Tat handelt es sich nicht um „dummen Jungenstreich“, sondern um ein ernstes Delikt.

Brandstiftung wird gemäß § 306 StGB mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet. Neben dem Sachschaden bestand akute Gefahr durch Rauchentwicklung und eine mögliche Ausbreitung des Feuers.

Die betroffene Toilettenkabine bleibt bis zur vollständigen Schadensbehebung gesperrt.

Wiederholter Vandalismus am alten Hafenamt

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits im vergangenen August war die Toilettenanlage Opfer von Vandalismus geworden. Damals kam es im Herrenbereich zu abstoßenden Sprühattacken.

Auch in anderen Bereichen der Stadt – darunter die Löwenhöhle, die Mittelbrücke, die Südstrandbrücke und Teile der Promenade – waren in den vergangenen Monaten hässliche Schmierereien aufgetaucht.

Bürgermeister Uli Hess: „Das ist für mich unerträglich“

Wyks Bürgermeister Uli Hess findet deutliche Worte: „Dieser Vandalismus ist für mich unerträglich. Ich will und werde es nicht tolerieren. Da sind zum einen die hohen Reparaturkosten. Geld, das wir anderswo gern investiert hätten. Und dann ist da diese zerstörende Respektlosigkeit. Viele, viele Menschen arbeiten täglich hart dafür, dass wir und unsere Gäste es schön haben. Während andere ohne Sinn und Verstand nur an Zerstörung denken.“ 

Die Stadt Wyk hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

500 Euro Belohnung ausgesetzt

Zur Ergreifung der Täter hat die Stadt eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgelobt. Hinweise können bei der Polizei oder direkt bei der Stadt Wyk abgegeben werden.

Öffentliche Infrastruktur ist kein Selbstbedienungsladen

Öffentliche Toiletten sind Teil der touristischen Infrastruktur – sie werden von Insulanern und Gästen gleichermaßen genutzt. Solche Taten verursachen nicht nur Kosten, sondern beschädigen auch das Image der Stadt und binden Personal, das an anderer Stelle dringend gebraucht würde.

Die Hoffnung bleibt, dass Hinweise aus der Bevölkerung zur Aufklärung beitragen.

Fotos: Andreas Hansen/Stadt Wyk 

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