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Spitzenmedizin im Norden

Veröffentlicht von am 10. März 2026

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Internationale Anerkennung für Flensburger Neurochirurgie – DIAKO wird Referenzzentrum für 3D-OP-Technologie.

Die Neurochirurgie am DIAKO Krankenhaus in Flensburg sorgt derzeit für internationale Aufmerksamkeit. Die Klinik ist offiziell als Referenzzentrum für die innovative 3D-4K-Exoskop-Technologie ORBEYE anerkannt worden. Die Auszeichnung erfolgt in Kooperation mit dem Medizintechnikunternehmen Olympus und würdigt die langjährige Arbeit von Prof. Dr. med. Jan Regelsberger, der europaweit als sogenannter Key-User dieser Technologie gilt.

Damit rückt der Standort Flensburg noch stärker in den Fokus der modernen Neurochirurgie – und wird künftig Teil eines europaweiten Netzwerks für medizinische Innovation und fachlichen Austausch.

Anerkennung für jahrelange Entwicklungsarbeit

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Für Prof. Regelsberger ist die Ernennung zum Referenzzentrum vor allem eine besondere Form der Wertschätzung für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Hersteller.

„Für mich persönlich ist diese Auszeichnung eine Form der Wertschätzung“, sagt der Neurochirurg. Über viele Jahre habe man gemeinsam an der Weiterentwicklung der Technik gearbeitet.

Entscheidend sei für ihn jedoch immer gewesen, dass die Technologie tatsächlich einen medizinischen Fortschritt bringt. „Ich hätte mich hier nicht eingebracht, um mich vor den Karren spannen zu lassen. Ich bin bis heute von diesem System überzeugt, weil es im OP eine digitale Veränderung gebracht hat, wie man sie vorher nicht kannte.“

Auch für den Standort Flensburg habe die Auszeichnung große Bedeutung. Als Referenzzentrum werde die Klinik künftig international noch sichtbarer. „Wir stehen damit stärker für Innovation. Und durch unsere Lage mit der Nähe zu Skandinavien rücken wir auch international noch mehr in den Fokus.“

Moderne OP-Technik mit dreidimensionaler 4K-Darstellung

Kern der Auszeichnung ist die digitale Exoskop-Technologie ORBEYE, die im Operationssaal eingesetzt wird. Sie ermöglicht eine dreidimensionale 4K-Darstellung des Operationsfeldes in außergewöhnlicher Detailtiefe.

Gerade bei komplexen Eingriffen an Gehirn oder Wirbelsäule kann das entscheidende Vorteile bringen – sowohl für Präzision als auch für Sicherheit.

Das System ersetzt zunehmend das klassische OP-Mikroskop, das bislang Standard in der Neurochirurgie war. „Beim Mikroskop arbeitet man noch mit einem Linsensystem“, erklärt Regelsberger. „Dabei geht auf dem Weg zum Operationsfeld und wieder zurück immer etwas Bildqualität verloren.“

Die neue Technologie arbeitet dagegen vollständig digital. Das sorgt für deutlich bessere Bildqualität und mehr Möglichkeiten zur Anpassung.

Das ganze OP-Team sieht das gleiche Bild

Ein entscheidender Vorteil der neuen Technik liegt auch in der Zusammenarbeit im OP. Das Operationsfeld wird auf einen großen 55-Zoll-Monitor übertragen – in hochauflösender 3D-Darstellung.

Damit kann nicht nur der Operateur das Geschehen verfolgen, sondern das gesamte Team. „Alle im OP sehen exakt das gleiche Bild wie der Operateur“, sagt Regelsberger. „Das verbessert die Teamarbeit enorm.“

Früher konnten nur diejenigen direkt in das Mikroskop schauen, die unmittelbar daran arbeiteten. Jetzt sei das gesamte Team stärker eingebunden.

Vorteile für Patientinnen und Patienten

Für die Patienten bedeutet die neue Technik vor allem mehr Präzision und schonendere Eingriffe.

Erste Studien zeigen, dass sich mit der digitalen Exoskop-Technologie unter anderem Hirntumoren noch präziser entfernen lassen. „Damit können wir unter Umständen sogar zusätzliche Lebenszeit für Patienten gewinnen“, erklärt Regelsberger.

Auch bei Eingriffen an der Wirbelsäule ergeben sich Vorteile. Durch bessere Sicht und präzisere Instrumentenführung können die Zugänge häufig kleiner werden.

Das bedeutet für Patienten:

● weniger Belastung für die Muskulatur

● geringere Operationsfolgen

● schnellere Erholung nach dem Eingriff

Selbst bei vergleichsweise häufigen Operationen wie Bandscheibeneingriffen kann die Technik helfen, die Behandlung schonender zu gestalten.

Flensburg wird Teil eines internationalen Netzwerks

Mit der Ernennung zum Referenzzentrum wird das DIAKO künftig auch ein Anlaufpunkt für Ärztinnen und Ärzte aus dem In- und Ausland. Mediziner können nach Flensburg kommen, um die Technologie im praktischen Einsatz kennenzulernen oder bei Operationen zu hospitieren.

Solche Besuche habe es zwar auch bisher schon gegeben, sagt Regelsberger – doch nun sei der Status offiziell. „Wir erwarten internationale Gäste, die uns bei Operationen begleiten und unsere Arbeit kennenlernen.“

Durch die Lage im Norden Deutschlands spielt dabei besonders die Zusammenarbeit mit Skandinavien eine Rolle.

Erfolg ist immer Teamarbeit

Für Prof. Regelsberger steht fest: Die Auszeichnung gilt nicht nur ihm persönlich, sondern dem gesamten Team der Klinik. „Die neurochirurgische Behandlung ist immer Teamarbeit“, betont er. Ohne OP-Pflege, Anästhesie, Intensivstation, Pflegepersonal und Diagnostik sei ein erfolgreicher Eingriff nicht möglich. „Um solche Ergebnisse zu erzielen, muss das gesamte Team gut sein.“

Stärkung der Medizin im Norden

Mit der neuen Rolle als Referenzzentrum gewinnt der Standort Flensburg zusätzlich an Bedeutung in der medizinischen Versorgung im Norden. Die Kombination aus moderner Technologie, internationalem Austausch und langjähriger Erfahrung stärkt die Region als Standort für hochspezialisierte Medizin.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem eines: Spitzenmedizin auf internationalem Niveau – direkt vor der eigenen Haustür.

Fotos: DIAKO Flensburg 

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