Public Viewing, Gänsehaut und ganz viel Hoffnung
Veröffentlicht von Pit am 4. Februar 2026
Föhrer Handballer fieberten beim EM-Finale mit.
Am Ende hat es nicht ganz gereicht – doch der Sonntagabend auf Föhr war trotzdem ein besonderer. Beim Finale der Handball-EM 2026 mussten sich die deutschen Handballer dem Gastgeber und Top-Favoriten Dänemark mit 27:34 geschlagen geben. Der Traum vom dritten Europameistertitel platzte – aber der Stolz auf ein starkes Turnier blieb. Und vor allem: das Gefühl von Gemeinschaft.

Public Viewing in der Turnhalle
Denn auf Föhr wurde das Finale nicht allein vor dem heimischen Fernseher verfolgt. Die Handballsparte des Wyker Turnerbundes hatte kurzfristig zu einem vereinsinternen Public Viewing eingeladen – spontan, unkompliziert und mit viel Herzblut. Viele Handball-Fans folgten dem Aufruf, die Vorfreude war spürbar, die Hoffnung groß.
Stimmung kurz vor dem Anpfiff gut
Kurz vor dem Anpfiff herrschte noch echter Optimismus. Auch Trainerin Inken Roeloffs blickte zu diesem Zeitpunkt zuversichtlich auf das Endspiel. Sie war wenige Tage zuvor selbst noch in Dänemark beim letzten Hauptrundenspiel vor Ort und konnte die besondere Atmosphäre hautnah erleben.
„Allein das Drumherum war schon gewaltig“, erzählte sie. Große Fanzonen, internationale Stimmung – und natürlich eine deutliche Überzahl dänischer Fans. „Sehr rotlastig“, wie sie schmunzelnd sagte. Und trotzdem: mittendrin auch deutsche Anhänger, vier aus Föhr inklusive.
Besonders beeindruckt zeigte sich Roloffs vom physischen Auftreten der dänischen Mannschaft. „Wenn man die Spieler mal live sieht, merkt man erst, was das für Schränke sind. Größe, Körperbau, Präsenz – das ist schon Wahnsinn.“ Trotzdem hielt sie das Finale im Vorfeld für offen. Das kräftezehrende Halbfinale der Dänen gegen Island könnte, so die Hoffnung, ein kleiner Vorteil für Deutschland sein.
Warum also ein Public Viewing? Die Antwort war einfach: Weil Sport verbindet. „Bevor man mit fünf Leuten alleine vorm Fernseher sitzt, ist es doch viel schöner, gemeinsam zu gucken“, so Roloffs. Und genau das war an diesem Abend zu spüren – gemeinsames Mitfiebern, Anfeuern, Hoffen.
Dänemark am Ende zu stark
Am Ende setzte sich die Qualität der Dänen durch. Die Niederlage fiel deutlicher aus, als viele gehofft hatten. Doch die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Denn was bleibt, ist ein starkes Turnier der deutschen Mannschaft – und ein Sonntagabend auf Föhr, der gezeigt hat, wie lebendig der Handball auf der Insel ist.
Gemeinsam verlieren, gemeinsam stolz sein – auch das gehört zum Sport dazu.
