Zwölf Biiken erleuchten Föhr
Veröffentlicht von Pit am 21. Februar 2026
Biikebrennen 2026 auf Föhr: 12 Feuer gegen den Winter.
Pünktlich um 18:30 Uhr lodern auf ganz Föhr die Flammen in den Abendhimmel: Zwölf Biikehaufen werden gleichzeitig entzündet – ein beeindruckendes Zeichen gelebter Tradition und nordfriesischer Gemeinschaft. Mit dem Biikebrennen verabschiedet sich die Insel einmal mehr von der dunklen Jahreszeit und heißt den nahenden Frühling willkommen.


Das Biikebrennen gehört zu den wichtigsten Bräuchen Nordfrieslands – ein Abend voller Wärme, Begegnungen und besonderer Atmosphäre. Während die Feuer knisterten und Funken in den klaren Himmel stiegen, versammelten sich Einheimische und Gäste rund um die Biiken, tauschten Geschichten, wärmten sich an den Flammen und genossen die einzigartige Stimmung dieses traditionsreichen Festes.
Unsere Redaktion war für euch auf der Insel unterwegs, hat mehrere Biiken besucht und die besonderen Momente eingefangen. Hier kommen unsere Eindrücke von einem Abend, der wieder einmal gezeigt hat, wie lebendig und verbindend dieses alte friesische Brauchtum ist.
Unsere erste Station an diesem Abend: das Veranstaltungszentrum in Wyk. Hier sammelten sich zahlreiche Insulaner und Gäste, Fackeln wurden verteilt, letzte Fotos gemacht – und mittendrin schon beste Stimmung. Besonders beliebt: ein Erinnerungsfoto mit dem Grüffelo, der im neuen Kostüm erstmals beim Biikebrennen dabei war und für strahlende Kinderaugen sorgte.
Pünktlich um 17:45 Uhr setzte sich dann der Fackelumzug in Bewegung. Gemeinsam mit dem „Peter“ und der Wyker Feuerwehr ging es Richtung Fehrstieg zur Biike. Angeführt von Jugendfeuerwehrwart Jannic Salzmann marschierte die Jugendfeuerwehr Wyk zahlreich mit. Gegen 18:30 Uhr wurde das Feuer entzündet. Wehrführer Jörg Carstensen sagte augenzwinkernd ins Mikrofon: „Ich habe heute den kleinsten Part – den Rest erledigen alles die Jungs.“

Auch Jochen Gemeinhardt, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH, freute sich auf einen geselligen Abend am Feuer. Der Schnack mit dem Club der Föhr Freunde gehört für ihn fest dazu – ein Stück lebendige Biike-Tradition auf Föhr.

Die zweite Station des Abends führte direkt zur Wyker Biike am Fehrstieg. Kurz vor halb sieben trafen die Fackelläufer ein – begleitet von Applaus und erwartungsvollen Blicken. Wenige Augenblicke später wurde der Biikehaufen entzündet.

Innerhalb kürzester Zeit griffen die Flammen um sich, und nach nur wenigen Minuten brannte auch der „Peter“. Für Wehrführer Jörg Carstensen ein gutes Zeichen – wenn der “Peter” schnell Feuer fängt, wird es ein guter Abend.

Während die Flammen höher schlugen, füllte sich der Biikeplatz immer mehr. Insulaner, Gäste, Familien – alle rückten dichter zusammen, genossen das Knistern, die Wärme und das besondere Leuchten des Abends. Für unseren Reporter ging es derweil schon weiter zur nächsten Station auf der Insel.
Nächste Station: Nieblum. Auch hier lief alles reibungslos – pünktlich gegen halb sieben stand die Biike in Flammen. Vor der Kulisse des Dorfes versammelten sich zahlreiche Einheimische und Gäste rund um das Feuer, es wurde geschnackt, gelacht und in die Flammen geschaut.
Anna und Jette, ursprünglich aus Bielefeld und Hamburg und seit dem Spätsommer auf der Insel, erlebten hier ihre erste Biike. „Schon beeindruckend“, sagten sie uns – besonders die Kraft des Feuers und das Gemeinschaftsgefühl. Nach Nieblum seien sie ganz bewusst gegangen, weil es hier für sie authentischer wirke: weniger Touristen, mehr Einheimische – und damit ein Stück echtes Inselgefühl.


Vierte Station des Abends: Goting. Auch hier meldete die örtliche Feuerwehr einen völlig problemlosen Ablauf – das Feuer wurde wie geplant entzündet und brannte ruhig in den Abendhimmel.
Rund um die Biike genossen Insulaner und Gäste die besondere Atmosphäre zwischen Dünen und Meer. Viele lobten dabei auch die Bewirtung vom Kiosk – warme Getränke, kleine Stärkungen und dazu das knisternde Feuer: Goting zeigte einmal mehr, wie gemütlich und zugleich beeindruckend Biike auf Föhr sein kann.


Weiter ging es nach Dunsum – hinter den Deich. Auch dort glühte die Biike noch kräftig. Gegen 20:45 Uhr standen immer noch rund 20 Menschen um das Feuer, trotz fortgeschrittener Stunde.
In kleiner, fast schon familiärer Runde wurde geschnackt, in die Flammen geschaut und die besondere Ruhe des Abends genossen. Hier zeigte sich noch einmal eine ganz andere Seite der Biike: ruhig, überschaubar – aber nicht weniger stimmungsvoll.
Nächste Station der kleinen Reporter-Tour: Süderende. Aufgrund der matschigen Verhältnisse rund um den Biikeplatz blieben einige Zuschauer lieber an der Straße stehen und beobachteten das Feuer von dort aus – was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat.
Im Gespräch traf ich auf Gäste, die zuvor noch im Ual Fering Wiartshüs bei Kamil eingekehrt waren. Sie schwärmten von der gemütlichen Atmosphäre und hoben besonders die freundliche Art des Gastgebers hervor. Erst lecker essen, dann gemeinsam ans Feuer – auch so fühlt sich Biikeabend auf Föhr an.


Fix ging es weiter nach Oldsum. Gegen 21:15 Uhr standen hier noch rund 40 Menschen um das Feuer und trotz der fortgeschrittenen Stunde war die Stimmung entspannt und gesellig.
Gerade in diesem Moment legte der Trecker noch einmal nach und schob frisches Material auf den Haufen – die Flammen loderten erneut auf und tauchten die Gesichter rundherum in warmes Licht.

Auch in Witsum war an diesem Abend einiges los – unsere nächste Station auf der kleinen Reporter-Tour.

Es wurde langsam immer später – und der Matsch an den Füßen nicht weniger. Trotzdem durfte ein kurzer Halt an der letzten Station des Abends nicht fehlen: das Biikefeuer in Oevenum.
Auch hier brannten die Flammen noch kräftig, während sich die verbliebenen Besucher dicht ums Feuer stellten.

In Wrixum war am Abend richtig was los: Rund 200 Besucher versammelten sich hier an der Biike und sorgten für eine beeindruckende Kulisse rund um das lodernde Feuer.
Einen Eindruck bekamen wir auch von der örtlichen Feuerwehr – Lukas Müller berichtete von einem rundum gelungenen Ablauf und freute sich über die große Resonanz.


Familie Aschau am 21. Februar 2026 at 22:30
Immer top aktuell und informativ wir lieben euren Sender hier auf dem Festland. So bekommen wir auch etwas Biike nach Hause Danke Stefan und Team 🙂