Überraschung im Wrixumer Forst
Veröffentlicht von Pit am 9. März 2026
Bollerwagen voller Spielsachen: Förderverein sorgt im Naturkindergarten für strahlende Kinderaugen.
Ein kalter Februartag im Wrixumer Forst. Zwischen den Bäumen liegt noch etwas Schnee, und aus der Nähe der Wyker Schietkuhle hallt fröhliches Kinderlachen. Die Kinder des Evangelischen Naturkindergartens der Kirchengemeinde St. Nicolai nutzen jede Gelegenheit, um mit ihren Po-Rutschern den kleinen Hang hinunterzurodeln. Doch an diesem Vormittag wartet noch eine ganz andere Überraschung auf sie.

Mit einem Bollerwagen, randvoll gefüllt mit neuen Spielsachen, machen sich Xenia Grotkopp und Sarah Dulz vom Förderverein der Evangelischen Kindertagesstätte St. Nicolai und des Naturkindergartens auf den Weg zum Bauwagen der Waldkita. Was die Kinder dort erwartet, ahnt zunächst niemand.
Bagger, Bälle und neue Eimer
Im Wagen liegen Bagger, Radlader, Kipplaster, neue Eimer, Bälle und weiteres Sandspielzeug – alles Dinge, die im Alltag eines Waldkindergartens regelmäßig gebraucht werden.
Xenia Grotkopp, zweite Vorsitzende des Fördervereins, erklärt, dass man sich zuvor eng mit den Erzieherinnen abgestimmt habe. „Wir haben gefragt, was gebraucht wird – und dann entsprechend bestellt“, sagt sie. Wichtig sei dabei gewesen, auf robuste Qualität zu achten. Spielzeug, das täglich im Kindergarten genutzt wird, müsse besonders langlebig sein.

Auch Nachhaltigkeit spielte bei der Auswahl eine Rolle. Einige Fahrzeuge bestehen aus Bioplastik – ein Material, das gut zum Konzept des Naturkindergartens passt.
Große Freude bei Kindern und Erziehern
Als der Bollerwagen vor dem Bauwagen geöffnet wird, dauert es nicht lange, bis die Kinder neugierig näherkommen. Zunächst etwas schüchtern, greifen sie schließlich doch zu – und binnen weniger Minuten wird gebaggert, geschaufelt und gespielt.
Kindergartenleiterin Kerstin Buhmann freut sich besonders über einige lang gewünschte Ergänzungen. „Ein Radlader zum Beispiel hat uns beim Sandspielzeug lange gefehlt“, erzählt sie. Auch die neuen Kipplaster seien für die Kinder ein echtes Highlight. Praktisch sei zudem die Größe der Spielsachen: „Alles ist schön kompakt und lässt sich gut im Bauwagen verstauen.“
Schon kurze Zeit nach der Übergabe ist die Überraschung Teil des Alltags geworden. Die Kinder bauen Schneeburgen, füllen Eimer mit Schnee und probieren die neuen Fahrzeuge direkt aus.
Nachhaltig statt ständig neu

Dabei betont Buhmann, dass es im Naturkindergarten grundsätzlich nicht darum gehe, ständig neue Spielsachen anzuschaffen. „Wir hatten keinen Mangel an Spielzeug“, sagt sie. „Aber nach einer gewissen Zeit darf es auch mal etwas Neues sein.“
Der Naturkindergarten lege großen Wert auf Nachhaltigkeit. Genau deshalb passe auch das Material der neuen Fahrzeuge gut zum Konzept. „Man kann nicht im Naturkindergarten arbeiten und sagen, die Natur ist einem egal“, sagt Buhmann mit einem Lächeln.
Förderverein unterstützt wichtige Projekte
Die Aktion ist zugleich das erste größere Projekt des Fördervereins seit der Neubesetzung des Vorstands vor rund einem Jahr. Neben solchen Anschaffungen unterstützt der Verein auch andere wichtige Angebote der Kita.
Ein Beispiel ist die sogenannte Föhr-Land-Zeit. In dieser Phase fahren die Kinder regelmäßig nach Goting an den Strand – direkt ans Meer. Für diese Fahrten wird täglich ein Bus benötigt, was erhebliche Kosten verursacht.
„Ohne diese Unterstützung könnten wir diese Zeit deutlich kürzer anbieten“, erklärt Kindergartenleiterin Kerstin Buhmann. Dank des Fördervereins können die Kinder mehrere Wochen lang diese besondere Zeit am Strand erleben.
Auch Ausflüge werden durch die Hilfe des Vereins möglich gemacht – etwa zur Phänomenta. Solche Projekte gehören nicht zum regulären Kita-Budget und wären ohne zusätzliche Unterstützung nur schwer umzusetzen.
Verein sucht dringend neue Mitglieder
Trotz solcher Projekte steht der Förderverein aktuell vor einer Herausforderung: Weniger als 20 Mitglieder unterstützen ihn derzeit.
Viele Menschen auf der Insel wüssten gar nicht, dass es diesen Verein gibt, berichten die Engagierten. Genau das soll sich nun ändern. Neue Mitglieder und Spenden sind dringend nötig, um Projekte wie diese auch künftig möglich zu machen.
Wer den Förderverein unterstützen möchte, kann sich direkt per E-Mail melden: x.grotkopp@yahoo.de
Denn die Überraschung im Wald zeigt eindrucksvoll: Schon mit vergleichsweise kleinen Mitteln lassen sich für Kinder große Momente schaffen.
Fotos: Stefan Gaul

Elisabeth N am 9. März 2026 at 8:23
Schöne Aktion 🙂