Schwerer Verkehrsunfall bei Wrixum
Veröffentlicht von Pit am 26. November 2025
Vier Rettungshubschrauber im Einsatz – Vier Schwerverletzte ausgeflogen, zwei davon lebensgefährlich verletzt
Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Dienstagabend, dem 25. November, einen umfassenden Rettungseinsatz auf Föhr ausgelöst. Gegen 20:10 Uhr kam ein mit vier Personen besetzter VW Passat aus Nordfriesland auf der Landesstraße 214 zwischen Nieblum und Wyk in einer leichten Linkskurve aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug geriet zunächst nach rechts auf den frisch angelegten, noch sehr weichen Seitenstreifen, schleuderte anschließend quer über die Straße und rutschte auf der linken Seite erneut in den Randbereich. Dort touchierte der Wagen einen Baum, überfuhr einen tieferliegenden Erdwall und überschlug sich schließlich, bevor er auf einer Koppel zum Stillstand kam.

Bei den Insassen handelt es sich um vier junge Männer im Alter von 29, 30, 33 und 34 Jahren. Sie waren aus Nieblum kommend in Richtung Wyk unterwegs. Der Unfall blieb zunächst unbemerkt, da die L214 außerhalb der Saison am Abend nur wenig befahren ist und es in diesem Straßenabschnitt keine Beleuchtung gibt. Erst rund eine halbe Stunde später, gegen 20:45 Uhr, gingen die ersten Notrufe in der Leitstelle ein. Diese löste sofort Großalarm aus und alarmierte zusätzlich die Schnelleinsatzgruppe Rettungsdienst, die bei Lagen mit mehreren Patienten unterstützt.
Polizei und Feuerwehr waren wenige Minuten nach dem Notruf vor Ort. Insgesamt rückten die Feuerwehren aus Wyk, Wrixum und Oldsum-Utersum mit etwa 60 Einsatzkräften aus. Die Wrixumer Kameraden hatten die Unfallstelle bereits ausgeleuchtet und den Brandschutz sichergestellt, sodass die Rettung der vier schwer verletzten Männer unmittelbar beginnen konnte, wie Wyks stellvertretender Wehrführer Sascha Werner unserer Redaktion schilderte

Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde eine groß angelegte Luftrettung eingeleitet. Insgesamt vier Rettungshubschrauber machten sich auf den Weg nach Föhr. Drei von ihnen landeten direkt an der Unfallstelle, ein weiterer nutzte den Wyker Flugplatz. Eingesetzt wurden der „Christoph Europa 5“ aus Niebüll, „Christoph 42“ aus Rendsburg, der „Northern Rescue“ aus St. Peter-Ording sowie der Bundeswehrhubschrauber „Rescue 21“ aus Nordholz.
Die Verletzten wurden in verschiedene Kliniken auf dem Festland ausgeflogen. Wie Polizeisprecher Marcel Paulsen am Mittwochvormittag auf erneute Nachfrage unserer Redaktion erklärte, wurden die Patientinnen und Patienten nach Flensburg, Rendsburg, Heide und zunächst auch nach Husum transportiert. Eine der betroffenen Personen wurde später aus Husum weiter in die Universitätsklinik nach Kiel verlegt. Nach aktuellen Informationen befinden sich zwei der vier Insassen in Lebensgefahr.

Bereits früh im Einsatzverlauf wurde zudem der auf Amrum stationierte Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ der DGzRS vorsorglich in den Wyker Hafen beordert, um bei eventuellen Zwischenfällen im Rahmen der Hubschraubereinsätze zusätzliche Unterstützung leisten zu können. Der Einsatz der Seenotretter blieb jedoch ein reines Sicherheitsbackup.
Auch nach Abschluss der Rettungsarbeiten blieb die Unfallstelle noch längere Zeit gesperrt. Über rund 200 Meter war die Fahrbahn stark verschmutzt, da das Fahrzeug tief in den frisch angelegten Seitenstreifen eingesunken war und dabei große Mengen Erdmaterial auf die Straße geschleudert hatte. Die Straßenmeisterei führte bis gegen 23 Uhr umfangreiche Reinigungs- und Räumarbeiten durch, bevor das Unfallwrack abtransportiert wurde.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Warum der Wagen in der Kurve von der Fahrbahn abkam, ist weiterhin unklar.
Unsere Redaktion wünscht den verletzten Personen an dieser Stelle die bestmögliche und schnelle Genesung
Fotos: Stefan Gaul
Deine Meinung
Kommentare sind geschlossen.

Familie Aschau am 26. November 2025 at 12:58
Wie traurig. Gute Besserung allen Verletzten.
Jule am 26. November 2025 at 8:48
Gute Besserung an alle verletzten Personen