Rettungshubschrauber „Christoph 42“ fast täglich im Einsatz
Veröffentlicht von Pit am 26. Januar 2026
Wenn jede Minute zählt:
Wenn der rot-weiße Hubschrauber „Christoph 42″ abhebt, geht es um schnelle Hilfe in akuten Notlagen. Stationiert auf dem Flugplatz Schachtholm bei Rendsburg, ist der Helikopter der DRF-Luftrettung ein zentraler Baustein der Notfallversorgung im nördlichen Schleswig-Holstein. Im Jahr 2025 rückte die Crew durchschnittlich 4,1 Mal pro Tag aus – ein Zeichen dafür, wie wichtig Luftrettung für die Region bleibt.

Bereits seit Februar 1975 ist „Christoph 42“ am Nord-Ostsee-Kanal im Einsatz. Zunächst am Rendsburger Krankenhaus beheimatet, verlegte die Station 2020 auf den Flugplatz Schachtholm. Von dort erreicht der Hubschrauber Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern in maximal 15 Flugminuten.
Zahlen, die den Einsatz zeigen
Zwischen Januar und Dezember 2025 wurde „Christoph 42“ 1.513 Mal alarmiert (Vorjahr: 1.527). Davon entfielen 1.214 Einsätze auf die Notfallrettung und 299 Einsätze auf Klinikverlegungen schwerkranker oder verletzter Patientinnen und Patienten. Häufigste Alarmierungsgründe blieben – wie in den Jahren zuvor – Herz-Kreislauf-Erkrankungen (etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall) sowie Unfälle und Stürze.
Entlastung durch zweiten Hubschrauber
Ein deutlicher Einschnitt zeigte sich bereits zwischen 2023 und 2024: Die Einsatzzahlen von „Christoph 42“ gingen um rund 250 Alarmierungen zurück. Hintergrund sind strukturelle Veränderungen in der Luftrettung. Seit Juli 2024 unterstützt „Christoph 67″ den Rettungsdienst im zentralen Schleswig-Holstein. Der gelb-schwarze Hubschrauber der ADAC-Luftrettung ist in Hohenlockstedt stationiert und wurde allein 2024 548 Mal alarmiert. Zahlen für 2025 liegen hierfür noch nicht vor.

Bessere Anflugmöglichkeiten an der Klinik
Für zukünftige Einsätze beider Hubschrauber könnte die neue Dachlandeplattform der Schön-Klinik Rendsburg eine wichtige Rolle spielen. Die Plattform wurde im April 2025 eröffnet und erleichtert seitdem den Ablauf erheblich: Während früher eine Landung auf einer Ausweichfläche und ein zeitaufwendiger Patiententransport per Rettungswagen nötig waren, gelangen Patientinnen und Patienten nun direkt per Aufzug vom Dach in die Notaufnahme.
Fazit
Die Bilanz zeigt: Luftrettung bleibt unverzichtbar. Auch wenn sich Einsätze durch zusätzliche Strukturen besser verteilen, ist „Christoph 42“ weiterhin nahezu täglich unterwegs – immer dann, wenn Sekunden über Leben und Gesundheit entscheiden.
Fotos: Stefan Gaul
