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Neues MRT für Südtondern

Veröffentlicht von am 6. März 2026

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Großgerät schwebt über Baustelle: Klinik Niebüll schließt wichtige Versorgungslücke.

Ein ungewöhnlicher Anblick sorgte Mitte Februar auf dem Gelände des Klinikums Nordfriesland für Aufmerksamkeit: Ein tonnenschwerer Magnetresonanztomograf schwebte per Kran über die Baustelle des neuen OP-Anbaus der Klinik in Niebüll.

Fotos: Klinikum Nordfriesland 

Das medizinische Großgerät wurde am 10. Februar angeliefert und anschließend millimetergenau im Erdgeschoss des neuen Gebäudeteils positioniert. Damit erhält Südtondern erstmals ein eigenes MRT für die ambulante und stationäre Diagnostik – ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung im nördlichen Nordfriesland.

Kran hebt MRT an seinen Platz

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Der Transport des Geräts war ein besonderer Moment auf der Baustelle. Vom Lastwagen aus hob ein Kran das mehrere Tonnen schwere MRT über die Zufahrt zur Notaufnahme hinweg zum neuen Funktionstrakt. Dort wurde es anschließend auf Rollen in den vorgesehenen Raum geschoben.

Fotos: Klinikum Nordfriesland 

In den kommenden Wochen wird das Gerät installiert und technisch eingerichtet. Nach aktuellem Stand soll das MRT Ende März oder Anfang April den Betrieb aufnehmen.

Spendenprojekt aus der Region

Besonders bemerkenswert: Das MRT selbst wurde vollständig durch Spenden finanziert. Bereits im Januar 2025 hatte der Förderverein der Klinik einen Spendenscheck über 1.080.000 Euro übergeben.

Fotos: Klinikum Nordfriesland 

Die Summe kam durch Beiträge von Wind- und Solarparkbetreibern, mehreren Gemeinden sowie zahlreichen Privatpersonen aus der Region zusammen. Zur Anlieferung des Geräts war deshalb auch eine Gruppe von Windkraftbetreibern vor Ort, die das neue medizinische Großgerät symbolisch begrüßten.

Für Klinikgeschäftsführer Stephan W. Unger ist das Projekt ein starkes Zeichen regionaler Zusammenarbeit. „Ich freue mich sehr über die bevorstehende Eröffnung des neuen Funktionstraktes zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung im nördlichen Nordfriesland“, sagt er. Besonders das neue MRT sei nur durch das Engagement vieler Unterstützer möglich geworden. „Ein großer Dank gilt den Windparkbetreibern, Gemeinden und Einzelpersonen aus der Region.“

Teil eines größeren Klinikprojekts

Das MRT ist Bestandteil eines umfangreichen Bauprojekts an der Klinik Niebüll. Seit Oktober 2023 entsteht dort ein neuer OP-Anbau mit zwei modernen Operationssälen. Insgesamt investiert das Klinikum rund 15,5 Millionen Euro in den Ausbau. 8,4 Millionen Euro stammen vom Land Schleswig-Holstein, den restlichen Anteil übernimmt der Kreis Nordfriesland als Träger des Klinikums.

Fotos: Klinikum Nordfriesland 

Mit der neuen Technik erweitert die Klinik ihr diagnostisches Angebot deutlich. „Ich bin sicher, dass das allen Bürgerinnen und Bürgern in der Region zugutekommen wird“, betont Unger.

Stärkung der Versorgung im Norden

Mit dem MRT schließt sich eine diagnostische Lücke in Südtondern. Bisher mussten Patientinnen und Patienten für entsprechende Untersuchungen häufig längere Wege in andere Städte in Kauf nehmen.

Sobald das Gerät in Betrieb geht, können sowohl stationäre als auch ambulante Untersuchungen direkt in Niebüll durchgeführt werden – ein Schritt, der die medizinische Versorgung im nördlichen Nordfriesland nachhaltig stärken soll.

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