Hafenmauer Wyk
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 11. April 2026
Spritzschutzmauer am Fähranleger wird erneuert – Bauarbeiten bis August geplant.
Seit Jahrzehnten schützt sie Passanten und Fahrzeuge am Wyker Hafen vor aufspritzendem Wasser – doch die Spritzschutzmauer am Fähranleger ist in die Jahre gekommen. Jetzt wird sie umfassend erneuert. Die Stadt Wyk reagiert damit auf sichtbare Schäden und mögliche Gefahrenstellen.

Schon mit bloßem Auge war zu erkennen, dass die bestehende Mauer nicht mehr den Anforderungen entspricht. „Die Mauer ist in die Jahre gekommen“, heißt es von Seiten der Stadt. Ein Umstürzen einzelner Segmente konnte nicht ausgeschlossen werden – mit potenziell gefährlichen Folgen für Menschen und Fahrzeuge. Entsprechend dringend wurde gehandelt.
Bauarbeiten laufen seit Mitte März
Seit Mitte März ist die Firma Wyker Tiefbau im Hafenbereich im Einsatz. Schritt für Schritt wird die alte Struktur ersetzt. Pro Woche entstehen dabei zwei neue Fundamente und Wandabschnitte.

Martin Limbrecht von der ausführenden Firma erklärt: „Wir hatten gern schon im Januar begonnen, doch machte uns das winterliche Wetter einen Strich durch die Rechnung.“ Gleichzeitig betont er, dass die bestehende Wand bereits in früheren Jahren verstärkt worden sei – „aber jetzt ist es Zeit“, die Mauer vollständig zu erneuern.
Modernisierung mit hoher Stabilität
Technisch wird die neue Spritzschutzmauer auf den neuesten Stand gebracht. Zunächst wird das rund 1,5 Meter tiefe Fundament entfernt, anschließend die neue Konstruktion aufgebaut, geschalt, bewehrt und betoniert.
Zum Einsatz kommt zertifizierter Stahlbeton der Klasse C35-45 – ein Material, das besonders frost- und tausalzbeständig ist und sich bereits an anderen Stellen auf Föhr bewährt hat. Ziel ist eine dauerhaft stabile und dichte Konstruktion. „Das momentane Schadensbild wird nicht wieder auftreten“, ist sich Limbrecht sicher.
Investition von rund 700.000 Euro
Das Bauprojekt hat ein Volumen von knapp 700.000 Euro. Optisch wird sich die neue Mauer an den bestehenden hinteren Teil der Hafenanlage zwischen Bushaltestelle und Fähranleger 3 anpassen.
Bauliche Bedenken seitens des LKN.SH gibt es nicht – unter anderem, weil es sich bei der Mauer nicht um einen ausgewiesenen Hochwasserschutz handelt und der Neubau in gleicher Größe erfolgt.
220 Meter werden erneuert
Insgesamt wird die Mauer auf einer Länge von rund 220 Metern erneuert – vom alten Hafenamt bis etwa zur Höhe der Bushaltestelle.
Geplant sind außerdem zwei Durchgänge: Einer für Spaziergänger und Badegäste sowie ein weiterer für Fahrzeuge des städtischen Bauhofs.
Fertigstellung im August geplant
Während der Bauphase sichern Sandsäcke den Bereich zusätzlich gegen Wind und Wetter. Die Fertigstellung ist für August 2026 vorgesehen. Ursprünglich war ein früherer Beginn geplant, doch der Winter sorgte für Verzögerungen.
Bürgermeister Uli Hess erklärt dazu: „Leider hat der Winter die Bauzeit um mindestens zwei Monate nach hinten verschoben, doch stellt die Mauer eine wichtige Schutzfunktion für den Hafenbereich dar. Wir versprechen vollste Rücksichtnahme insbesondere in der Saison.“
Mit dem Abschluss der Arbeiten soll die Sicherheit am Hafen langfristig gewährleistet werden – für Einheimische wie auch für Gäste.
Fotos: Andreas Hansen/Stadt Wyk
