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Tourismus-Debatte

Veröffentlicht von am 1. Juni 2026

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„Wir sind am Scheideweg“: FDP lädt zur großen Diskussion über die Zukunft des Tourismus auf Föhr ein

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Wie entwickelt sich der Tourismus auf Föhr in den kommenden Jahren? Bleibt die Insel attraktiv für Gäste, Unternehmen und Einheimische – oder droht ein schleichender Rückgang? Über genau diese Fragen wollen die Freien Demokraten Föhr-Amrum am 3. Juni öffentlich diskutieren. Unter dem Titel „Quo Vadis Tourismus auf Föhr?“ lädt die FDP zu einer Podiumsdiskussion ein, die aufgrund des großen Interesses inzwischen vom ursprünglich geplanten Kaminzimmer in den deutlich größeren Kurgartensaal verlegt wurde.

Für die FDP-Vorsitzende Sybille Rotermund kommt die Diskussion genau zum richtigen Zeitpunkt. „Wir sind am Scheideweg“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. In den vergangenen Monaten sei sie immer wieder von Bürgern, Gastronomen und Gewerbetreibenden angesprochen worden. Die Wahrnehmung vieler sei eindeutig: Es seien weniger Menschen auf der Insel unterwegs, Restaurants und Geschäfte würden über rückläufige Umsätze klagen. „Wir müssen jetzt sehen, welche Strategie wir gehen wollen. Denn das, was wir wahrnehmen, ist ein Stillstand – und jeder Stillstand ist ein Rückschritt“, so Rotermund.

Tourismus als Lebensgrundlage der Insel

Auch FDP-Vizevorsitzender Klaus Pott betont die wirtschaftliche Bedeutung des Themas. Tourismus sei weit mehr als nur Urlaub und Freizeitangebote. Dahinter stünden zahlreiche Arbeitsplätze und Existenzen auf Föhr. „Wir dürfen dabei nicht nur an unsere Gäste denken, sondern auch an die Menschen, die mit dem Tourismus direkt ihr Geld verdienen“, erklärt Pott. Genau deshalb habe sich die FDP entschieden, das Thema öffentlich auf die Agenda zu setzen und verschiedene Perspektiven an einen Tisch zu holen.

Hochkarätig besetztes Podium

Für die Veranstaltung konnten gleich mehrere prominente Gesprächspartner gewonnen werden. Mit dabei ist die tourismuspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Annabell Krämer. Außerdem nimmt Stefan Borgmann teil, Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein und damit verantwortlich für die touristische Vermarktung des gesamten Bundeslandes. Ebenfalls auf dem Podium sitzen Jochen Gemeinhardt, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH, sowie Wyks Bürgermeister Uli Hess. Eingeladen wurde Hess dabei ausdrücklich in seiner Funktion als Vorsitzender des Tourismus-Zweckverbandes Föhr. Nach kurzen Eingangsstatements der Teilnehmer soll vor allem das Publikum zu Wort kommen. Besucher können Fragen stellen, Ideen einbringen und mitdiskutieren.

Größerer Saal wegen hoher Nachfrage

Ursprünglich sollte die Veranstaltung im Kaminzimmer des Kurgartensaals stattfinden. Aufgrund des bereits im Vorfeld großen Interesses wurde die Diskussion jedoch in den großen Kurgartensaal verlegt. „Wir würden uns freuen, wenn die Bude voll wird“, sagt Klaus Pott mit einem Schmunzeln. Bis zu 200 Besucher finden dort Platz. Der Eintritt ist frei. Eingeladen sind nicht nur Insulaner, sondern ausdrücklich auch Gäste, die derzeit ihren Urlaub auf Föhr verbringen.

Mehr Kommunikation, mehr Professionalität

Für Sybille Rotermund geht es dabei um mehr als nur einen einzelnen Diskussionsnachmittag. Sie sieht auf Föhr großes Potenzial, das ihrer Ansicht nach noch nicht ausreichend genutzt wird. „Unsere Insel hat so viel Positives zu bieten. Das muss stärker herausgestellt werden“, sagt sie. Gleichzeitig wünsche sie sich mehr Professionalität in der Vermarktung der Insel sowie einen besseren Austausch zwischen Politik, Tourismusbranche und Bevölkerung. Viele Menschen hätten Ideen und würden sich gerne einbringen, wüssten aber oft nicht, wie und wo sie das tun könnten.

Ein Anfang – nicht das Ende

Für die Organisatoren soll die Veranstaltung deshalb nur der Auftakt sein. Das eigentliche Ziel liegt darüber hinaus. „Es nutzt nichts, wenn wir am Abend des 3. Juni sagen: Das war eine nette Veranstaltung“, betont Klaus Pott. Vielmehr müssten danach konkrete Arbeitsgruppen, Gespräche und weitere Treffen entstehen. Am Ende gehe es darum, gemeinsam Antworten auf die Frage zu finden, wohin sich Föhr touristisch entwickeln soll – und wie die Insel ihre Zukunft aktiv gestalten kann.

Die öffentliche Podiumsdiskussion „Quo Vadis Tourismus auf Föhr?“ findet am Mittwoch, 3. Juni 2026, um 16:30 Uhr im Kurgartensaal am Sandwall in Wyk statt. Der Eintritt ist frei.

Foto: Stefan Gaul 

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