Föhr hat jetzt seinen eigenen Kinofilm
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 7. April 2026
„Fünf Meter über Null“ feierte Premiere: Minutenlanger Applaus und pure Begeisterung im Inselkino.
Föhr hat seinen eigenen Kinofilm – und der sorgt für echte Gänsehaut. Am Samstagabend, 28. März 2026, feierte die Insel-Dokumentation „Fünf Meter über Null“ im Inselkino in Wyk Premiere – vor rund 100 geladenen Gästen und mit minutenlangem Applaus.

Zwei Jahre hat Regisseur Constantin Löhrmann mit seinem Team an dem Film gearbeitet – entsprechend groß war die Anspannung. „Ich bin total erleichtert“, sagte er nach der Premiere. Besonders wichtig sei ihm gewesen, dass der Film „von Anfang bis Ende durchfließt“ und die Zuschauer mitnimmt – einmal durchs Jahr und mitten hinein ins echte Inselleben auf Föhr.
Ein Film, der die Insel wirklich zeigt
Der Film lebt von seinen Protagonisten – echten Föhrern mit echten Geschichten. Landwirt Jann-Hendrik Arfsten beschreibt den Moment auf der Leinwand als „atemberaubend“ – seine Erwartungen seien „mehr als übertroffen“ worden. Auch Pilot Oluf Lange zeigte sich beeindruckt: „Das sollte sich jeder anschauen.“ Besonders die Vielseitigkeit des Films sei herausragend.
Zwischen Stolz, Überraschung und neuen Blickwinkeln
Gerade die jungen Stimmen geben dem Film eine besondere Tiefe. Smilla beschreibt ihre Premiere als „surreal“ – und bringt es auf den Punkt: „Man lernt etwas über Föhr, auch Dinge, die man noch nicht wusste.“ Auch Linn sagt: „Man sieht Föhr mal aus einer anderen Sichtweise.“ Beide zeigen, wie selbst Insulaner ihre Heimat durch den Film neu entdecken.
Natur, Handwerk und echtes Inselleben
Forstwirt Ole Sieck spricht von „witzigen Dreharbeiten“ und einem Film, der vor allem eines ist: „Eine gute Werbung für unsere Insel.“ Ein wichtiger Bestandteil ist auch die maritime Seite Föhrs. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei spielt eine zentrale Rolle. Kapitän Andreas Kruse und Maschinist Marco Kohn zeigen eindrucksvoll, wie viel Teamarbeit hinter dem Alltag auf See steckt. „Wir sind voneinander abhängig – das muss funktionieren“, so Kohn. Kruse ergänzt: „Der Film hat eine klare Linie – absolut gelungen.“

Minutenlanger Applaus und große Emotionen
Auch für die Kinobetreiber war der Abend etwas ganz Besonderes. Peter Dethlefsen entschied sich bewusst, den Film vorher nicht zu schauen – und wurde belohnt: „Berührend, toll erzählt, großartige Bilder – mir fehlen die Worte.“ Ralf Thomsen hebt vor allem das Kinoerlebnis hervor: „Der Film fühlt sich auf der großen Leinwand einfach anders an.“ Besonders eindrucksvoll: der Applaus nach der Premiere. „Das kam wirklich von Herzen“, so Thomsen.
Ein Film, der verbindet
Und genau dieses Gefühl bleibt. Wie es Dethlefsen treffend formuliert: „Entweder man ist Gast und sagt: Wie schön, dass wir hier Urlaub machen. Oder man ist Insulaner – und einfach stolz auf seine Insel.“ Ob Landwirtschaft, Naturgewalten, Handwerk oder Fährbetrieb – „Fünf Meter über Null“ zeigt Föhr in all seinen Facetten. Viele berichten, dass sie selbst noch Neues über die Insel gelernt haben.
Das Fazit dieses Abends ist eindeutig: Föhr kann stolz sein auf seinen eigenen Kinofilm.
Fotos: Stefan Gaul
