Aktueller Titel

Titel

Artist

Background

46 neue Dauerwohnungen auf Föhr

Veröffentlicht von am 18. Juni 2026

AD
AD

Großes Wohnungsbauprojekt startet am Kortdeelsweg.

Werbung

Auf Föhr entsteht dringend benötigter neuer Dauerwohnraum. Am Kortdeelsweg in Wyk laufen die Vorbereitungen für eines der größten Wohnungsbauprojekte der vergangenen Jahre. In nur rund zwölf Monaten sollen dort insgesamt 46 Wohnungen entstehen – vor allem für Insulaner, Fachkräfte und Menschen, die dauerhaft auf der Insel leben und arbeiten möchten.

Wer aktuell am Kortdeelsweg vorbeifährt, kann die ersten Vorboten bereits erkennen. Kabelrollen liegen bereit, Baumaschinen stehen auf dem Gelände und die Vorbereitungen für den Baustart laufen. Schon bald sollen dort vier moderne Wohngebäude mit insgesamt 46 Wohneinheiten errichtet werden. Geplant sind überwiegend Zwei-Zimmer-Wohnungen, ergänzt durch Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Insgesamt entstehen auf einer Wohnfläche von 2.921 Quadratmetern neue Mietwohnungen für den Dauerwohnungsmarkt.

Meilenstein gegen Wohnungsnot und Fachkräftemangel

Umgesetzt wird das Projekt von der Wohnungsbaugenossenschaft Föhr-Amrum eG (WoeG), die 2021 gegründet wurde und der alle 15 Gemeinden auf Föhr und Amrum angehören. Ziel der Genossenschaft ist es, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum auf den Inseln zu schaffen. Der Bedarf ist groß. Seit Jahren klagen Unternehmen, Handwerksbetriebe, Kliniken, Gastronomie und andere Arbeitgeber über fehlenden Wohnraum für Mitarbeiter. Gleichzeitig verschwinden immer mehr Wohnungen aus dem Dauerwohnungsmarkt und werden als Ferienunterkünfte genutzt. Eine Wohnungsmarktanalyse des Kreises Nordfriesland hatte bereits 2025 einen erheblichen zusätzlichen Wohnungsbedarf auf Föhr und Amrum prognostiziert.

Mit dem Neubau am Kortdeelsweg soll dieser Entwicklung zumindest teilweise entgegengewirkt werden.

Zwölf Millionen Euro Investition

Die Baukosten für das Projekt liegen bei rund zwölf Millionen Euro. Hinzu kommen Erschließungskosten von etwa 300.000 Euro. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und die Nord-Ostsee Sparkasse. Einen wichtigen Beitrag leistete auch die Stadt Wyk. Sie zeichnete als Mitglied der Genossenschaft weitere Geschäftsanteile im Wert von 4,65 Millionen Euro und stärkte damit das Eigenkapital der WoeG erheblich.

WoeG-Vorstand Christian Stemmer spricht von einem wichtigen Schritt für die Zukunft der Inseln. Durch die Eigenkapitalerhöhung habe die Genossenschaft deutlich an Fahrt aufgenommen. Auch Wyks Bürgermeister Uli Hess sieht in dem Projekt ein klares Bekenntnis zur Versorgung der Inselbevölkerung mit hochwertigem Dauerwohnraum.

Wohnungen sollen direkt vermietet werden

Ursprünglich war vorgesehen, die Wohnanlage zeitweise als Unterkunft für Bauarbeiter des geplanten AQUAFÖHR-Neubaus zu nutzen. Diese Überlegung wurde inzwischen verworfen. Stattdessen sollen die Wohnungen nach ihrer Fertigstellung direkt in die reguläre Vermietung gehen. Die künftigen Mieten sollen nach aktuellem Stand zwischen 14 und 14,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Gleichzeitig wird mit vergleichsweise niedrigen Nebenkosten gerechnet. Einzelheiten zum Bewerbungs- und Vergabeverfahren sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Schneller dank „Bau-Turbo“

Dass die Bauarbeiten nun vergleichsweise zügig beginnen können, hängt auch mit dem sogenannten „Bau-Turbo“ des Bundes zusammen. Das Ende 2025 in Kraft getretene Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus ermöglicht schnellere Genehmigungsprozesse für Wohnungsbauprojekte. Die Baugenehmigung für das Projekt am Kortdeelsweg liegt inzwischen vor.

Die symbolische Grundsteinlegung ist laut Andreas Hansen, Pressesprecher vom Amt Föhr-Amrum, voraussichtlich am 14. Juli.

Auftakt für weitere Projekte?

Bei der Wohnungsbaugenossenschaft sieht man das Projekt nicht als Einzelfall. Vielmehr soll der Kortdeelsweg als Vorbild für weitere Wohnungsbauprojekte auf Föhr, Föhr-Land und Amrum dienen. Ziel bleibt es, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und damit Fachkräftemangel, Abwanderung und die zunehmende Wohnungsnot auf den Inseln einzudämmen.

Mit den 46 neuen Wohnungen entsteht nun erstmals ein größeres Wohnungsbauprojekt, das genau auf dieses Ziel ausgerichtet ist – und auf das viele Insulaner bereits seit Jahren warten.

Fotos: Stefan Gaul 

Kategorisiert unter
AD

Deine Meinung

Hinterlasse eine Nachricht

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert*



AD