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Big Band der Bundeswehr 

Veröffentlicht von am 28. Mai 2026

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Überraschende Wende um Großkonzert in Wyk: Rotary Club zieht sich zurück – Big Band der Bundeswehr soll trotzdem kommen.

Eigentlich sollte alles längst auf Kurs sein. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Sommer war die Vorfreude auf die Rückkehr der Big Band der Bundeswehr nach Föhr bereits riesig. Am 9. Juli 2026 sollte das Starensemble erneut an der Westkaje im Wyker Binnenhafen auftreten – wieder bei freiem Eintritt, wieder mit großer Bühne direkt am Hafen und wieder mit Tausenden Besuchern vor einzigartiger Inselkulisse. Doch jetzt gibt es eine überraschende Wendung: Der Rotary Club Wyk auf Föhr zieht sich als geplanter Veranstalter zurück. Grund dafür sind fehlende Sponsorenzusagen für die Grundfinanzierung des Großevents. Komplett abgesagt ist das Konzert allerdings nicht. Bürgermeister Uli Hess stellt klar: Die Big Band der Bundeswehr soll trotzdem stattfinden.

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Rückblick auf einen besonderen Sommerabend

Wer im vergangenen Jahr dabei war, erinnert sich vermutlich noch gut an die Atmosphäre am Wyker Binnenhafen. Rund 3.000 Besucher erlebten damals einen außergewöhnlichen Konzertabend direkt am Wasser. Die Big Band der Bundeswehr überzeugte mit einer professionellen Bühnenshow, großer musikalischer Bandbreite und jeder Menge Spielfreude. Von Swing-Klassikern wie „In The Mood“ oder „Satin Doll“ über Rock- und Popstücke bis hin zu bekannten deutschen Songs war für jeden etwas dabei. Vor allem aber war das Konzert eines: ein echtes Inselereignis.

Viele Besucher kamen direkt von Föhr und Amrum, lokale Unternehmen und Vereine waren beteiligt und selbst die Kulisse mit der anlegenden MS Eilun sorgte für besondere Momente. Genau deshalb galt schnell als klar: Dieses Konzert soll eine Fortsetzung bekommen.

Rotary Club sollte diesmal Veranstalter werden

Für die Neuauflage am 9. Juli 2026 war ursprünglich der Rotary Club Wyk auf Föhr als offizieller Veranstalter vorgesehen. Geplant war erneut ein kostenloses Konzert mit großem Rahmenprogramm. Bereits angekündigt waren unter anderem die Musikfreunde Föhr-West als Vorgruppe sowie eine Spendensammlung für gemeinnützige Projekte. Doch genau diese Rolle als Veranstalter brachte auch finanzielle Verantwortung mit sich. Rotary-Präsident Gerd Wenner schilderte im Gespräch mit unserer Redaktion ausführlich, wie der Club überhaupt in die Planungen eingebunden wurde. Demnach sei der Rotary Club Ende vergangenen Jahres beziehungsweise Anfang dieses Jahres angesprochen worden, die Veranstaltung formal zu übernehmen. Dabei habe es laut Wenner vor allem organisatorische und gemeinnützige Gründe gegeben. Über den gemeinnützigen Förderverein des Clubs sollten später Spendengelder gesammelt und verteilt werden können.

„Die Zusammenarbeit war sehr angenehm“

Im Gespräch betonte Gerd Wenner mehrfach, dass die Zusammenarbeit mit Stadt und Föhr Tourismus GmbH zunächst sehr positiv verlaufen sei. „Die Stadt mit allen ihren Facetten und Unterabteilungen hat wirklich sehr nett und sehr hilfsbereit reagiert“, erklärte Wenner gegenüber Inselradio Föhr. Auch organisatorische Punkte wie Sicherheitsdienst, Versicherungen oder weitere Abläufe seien bereits vorbereitet worden.

Allerdings habe von Anfang an festgestanden, dass die notwendigen Grundkosten zwingend über Sponsoren abgesichert werden müssten. Dabei gehe es laut Wenner um eine fünfstellige Summe. Diese sei notwendig gewesen, um unter anderem Security, Versicherungen, technische Infrastruktur und weitere organisatorische Punkte finanzieren zu können.

Sponsoren sagten plötzlich ab

Besonders überraschend sei für den Rotary Club gewesen, dass zunächst positive Signale aus dem Kreis der bisherigen Unterstützer gekommen seien. Laut Wenner habe es sogar konkrete Zusagen gegeben, dass die Finanzierung – ähnlich wie im vergangenen Jahr – erneut organisiert werden könne. Dann allerdings kam die Wende. Bei einem Gespräch vor rund zwei Wochen sei die Unterstützung plötzlich zurückgezogen worden. Sowohl Rotary als auch Bürgermeister Uli Hess und FTG-Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt seien davon überrascht worden.

Ein möglicher Hintergrund: Einige Sponsoren hätten sich im vergangenen Jahr nicht ausreichend sichtbar präsentiert gefühlt. Wegen des starken Windes konnte damals offenbar eine große Videowand mit Sponsorendarstellungen nicht aufgebaut werden. Dadurch hätten sich einige Unterstützer „unterrepräsentiert“ gefühlt, wie Wenner erklärte. Trotz vorheriger Gespräche und Zusagen seien die benötigten Gelder letztlich nicht mehr verbindlich zugesichert worden.

Rotary zieht Konsequenzen

Für den Rotary Club war damit klar: Ohne gesicherte Finanzierung könne man die Veranstalterrolle nicht übernehmen. Wenner betonte, dass man die benötigten Summen nicht aus eigenen Mitteln finanzieren könne. Deshalb habe Rotary Stadt, FTG und auch die Bundeswehr schließlich offiziell darüber informiert, dass eine Durchführung unter diesen Voraussetzungen nicht möglich sei. Gleichzeitig lobte der Club ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Uli Hess und der Föhr Tourismus GmbH. In einer offiziellen Mitteilung dankte Rotary beiden Seiten für die „sehr gute und angenehme Zusammenarbeit“.

Stadt Wyk überrascht – Konzert soll trotzdem stattfinden

Die Überraschung über den Rückzug war offenbar auch bei der Stadt groß. Bürgermeister Uli Hess, der sich aktuell im Norwegen-Urlaub befindet, teilte unserer Redaktion dennoch schnell mit: „Ja, die Absage der Rotarier hat uns überrascht. Aber das Konzert der Big Band der Bundeswehr wird auch in diesem Jahr definitiv wieder stattfinden.“

Weitere Details zum neuen Ablauf oder zu einem möglichen alternativen Veranstalter sollen demnächst bekanntgegeben werden. Vom Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH, Jochen Gemeinhardt, lag unserer Redaktion trotz Anfrage bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme vor.

Damit bleibt aktuell zwar noch offen, wer die Veranstaltung am Ende organisatorisch übernimmt und wie die Finanzierung gelöst werden soll. Klar scheint aber: Das Konzert selbst soll nicht scheitern. Und das dürfte viele Insulaner freuen. Denn schon im vergangenen Jahr war deutlich zu spüren, welchen Stellenwert dieses Event inzwischen auf Föhr hat. Es war nicht einfach nur ein Konzert – sondern ein besonderer Sommerabend direkt am Hafen. Ob genau das am 9. Juli erneut gelingt, dürfte sich nun in den kommenden Wochen entscheiden.

Fotos: Stefan Gaul 

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