Flakgranate am Strand von Goting entdeckt – Kampfmittelräumdienst sprengt Fund vor Ort
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 15. Juni 2026
Ein ungewöhnlicher Fund hat am Montagvormittag einen Einsatz von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Kampfmittelräumdienst am Strand von Goting ausgelöst. Dort war eine alte Flakgranate entdeckt worden, die sich später als noch scharf herausstellte. Gefunden wurde der Gegenstand bereits am Samstag im Bereich der Surfschule am Strand von Goting. Zunächst war offenbar nicht klar, worum es sich überhaupt handelte. Nachdem die Polizei informiert worden war, wurde der Fund gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst begutachtet.

Dabei stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um eine Flakgranate handelte, die noch gefährlich war. Eine Entsorgung auf dem Festland kam allerdings nicht infrage. Nach Angaben von Gemeindewehrführer Kai Nissen dürfen derartige Kampfmittel nicht einfach per Schiff transportiert werden.
Strandbereich weiträumig abgesichert
Für die Feuerwehr Nieblum-Goting bedeutete das am Montag einen Einsatz zur Absicherung des Bereichs. Gemeinsam mit der Polizei wurde der Strand rund um den Fundort abgesperrt, damit der Kampfmittelräumdienst die Granate kontrolliert sprengen konnte. Vor Ort waren neben der Feuerwehr auch die Polizei, zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes sowie vorsorglich der Rettungsdienst im Einsatz. Die eigentliche Sprengung verlief ohne Zwischenfälle. Nach rund einer Stunde war der Einsatz bereits wieder beendet.
Keine Gefahr für Strandbesucher
Nach Angaben der Einsatzkräfte handelte es sich um einen Einzelfall. Niemand wurde verletzt und für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Dennoch nutzen Feuerwehr und Polizei den Vorfall für einen wichtigen Hinweis: Wer am Strand oder anderswo verdächtige metallische Gegenstände entdeckt, sollte diese auf keinen Fall anfassen, bewegen oder gar mitnehmen. Auch Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg können in solchen Fundstücken noch Sprengstoffreste enthalten sein.
Feuerwehr appelliert an Finder
Gemeindewehrführer Kai Nissen appelliert deshalb an alle Strandbesucher, bei verdächtigen Funden sofort die Polizei zu verständigen. Die Einsatzkräfte würden dann die Lage beurteilen und die notwendigen Maßnahmen einleiten. Dass alte Kampfmittel an Nordsee-Stränden auftauchen, sei zwar selten, könne aber gelegentlich vorkommen. Umso wichtiger sei es, bei solchen Funden besonnen zu handeln und die Experten entscheiden zu lassen.
