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Einsatz vor Helgoland

Veröffentlicht von am 14. Juni 2026

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Maschinenausfall bei schwerem Wetter: Seenotretter sichern Seebäderschiff „Funny Girl“ mit 69 Menschen an Bord

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Für die Passagiere des Seebäderschiffs „Funny Girl“ endete der geplante Ausflug nach Helgoland am Samstag, 13. Juni, deutlich anders als vorgesehen. Bei kräftigem Wind und rauer See wurde das Schiff auf dem Weg zur Hochseeinsel manövrierunfähig. Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie weitere Schiffe eilten daraufhin zur Hilfe.

Gegen 12.45 Uhr meldete die Besatzung der „Funny Girl“ technische Probleme und einen Maschinenausfall an Bord. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das rund 68 Meter lange Seebäderschiff etwa vier Seemeilen östlich von Helgoland. Insgesamt waren 69 Menschen an Bord, darunter Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Schwierige Bedingungen auf See

Die Wetterbedingungen in der Deutschen Bucht waren alles andere als einfach. Nach Angaben der DGzRS herrschten westliche Winde bis Stärke sieben Beaufort. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von etwa 50 bis 60 Stundenkilometern. Gleichzeitig wurden Wellenhöhen von bis zu drei Metern vorhergesagt. In dieser Situation koordinierte die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen die notwendigen Maßnahmen. Von Helgoland lief unverzüglich der Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ aus.

Mehrere Schiffe sichern die Lage

Noch bevor die Seenotretter vor Ort eintrafen, hatten bereits zwei andere Schiffe die Situation abgesichert. Dabei handelte es sich um den vom Bundesverkehrsministerium gecharterten Notschlepper „Nordic“ sowie das Bundespolizeischiff „Bad Düben“. Beide hielten sich in unmittelbarer Nähe der manövrierunfähigen „Funny Girl“ auf und standen bereit, falls sich die Lage verschärfen sollte. Nach dem Eintreffen übernahm die „Hermann Marwede“ zunächst die Sicherung des Havaristen und stellte eine Schleppverbindung her.

Reparatur soll in Cuxhaven erfolgen

Die Reederei der „Funny Girl“ entschied anschließend, das Schiff zur Reparatur nach Cuxhaven bringen zu lassen. Dafür übernahm der Notschlepper „Nordic“ den Schleppanhang von der „Hermann Marwede“. Auch nach der Übergabe blieb der Seenotrettungskreuzer in unmittelbarer Nähe des Schleppverbandes. Die Seenotretter begleiteten die Fahrt Richtung Außenelbe, um bei Bedarf jederzeit eingreifen zu können.

Sorge um Passagierin an Bord

Zusätzliche Aufmerksamkeit galt einer chronisch kranken Passagierin an Bord des Schiffes. Nach Angaben der DGzRS bestand die Möglichkeit, dass während der längeren Schleppreise medizinische Hilfe erforderlich werden könnte. Aus diesem Grund blieb die „Hermann Marwede“ in Bereitschaft, um im Notfall schnell reagieren zu können. Zum Zeitpunkt des Gesprächs mit DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey am Samstagabend befand sich der Schleppverband noch auf dem Weg Richtung Cuxhaven.

Große Erleichterung für die Passagiere

Trotz der schwierigen Wetterbedingungen und des Maschinenausfalls verlief der Einsatz letztlich kontrolliert und ohne größere Zwischenfälle. Für die 69 Menschen an Bord dürfte vor allem eines gezählt haben: Dass die Situation schnell unter Kontrolle gebracht wurde und die Hilfe der Seenotretter nur wenige Minuten nach der Alarmierung anlief.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

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