Abitur 2026
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 22. Juni 2026
„Seid sturmfest und steht aufrecht“ – Eilun Feer Skuul verabschiedet 29 Abiturientinnen und Abiturienten
Ein besonderer Tag voller Emotionen, Erinnerungen, Auszeichnungen und großer Zukunftspläne: Mit einer feierlichen Zeremonie in der Aula der Eilun Feer Skuul wurden am Samstag die 29 Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2026 verabschiedet. Familie, Freunde, Lehrkräfte, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie zahlreiche Gäste begleiteten die jungen Erwachsenen auf ihrem letzten offiziellen Schultag, bevor am Abend beim Abiball weiter gefeiert wurde.
Musikalisch begleitet vom EFS-Chor zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung: Freundschaft, Gemeinschaft und der Zusammenhalt eines Jahrgangs, der gemeinsam durch die Herausforderungen der vergangenen Jahre gegangen ist.
Schulleiter Langhans: „Heute feiern wir euch“
Schulleiter Ingo Langhans eröffnete die Feier mit einer erfreulichen Nachricht: Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs hatten ihr Abitur bestanden. Gleichzeitig verwies er darauf, dass nahezu alle Absolventinnen und Absolventen bereits konkrete Pläne für die Zeit nach der Schule hätten – sei es ein Studium, eine Ausbildung oder ein anderer beruflicher Weg.
In seiner späteren Abschlussrede erinnerte Langhans daran, dass das Abitur zwar ein bedeutender Meilenstein sei, aber nicht alles im Leben ausmache. „Dieser Abschluss bedeutet euch viel. Sehr viel. Aber dieser Abschluss ist nicht alles“, gab er den jungen Erwachsenen mit auf den Weg. Besonders eindringlich wurde sein Appell, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen: „Seid sturmfest und steht aufrecht. Geht raus und macht die Welt hoffentlich ein bisschen besser. Ihr habt das Zeug dazu.“
Mit einer humorvollen und zugleich nachdenklichen Rede, in die er zahlreiche Namen der Absolventinnen und Absolventen kreativ einbaute, sorgte Langhans immer wieder für Lacher, bevor er den 29 Abiturientinnen und Abiturienten schließlich offiziell zum bestandenen Abitur gratulierte.


Christian Stemmer erinnert an die Kraft von Freundschaften
Auch Amtsdirektor Christian Stemmer richtete ein Grußwort an den Jahrgang. Als ehemaliger Schüler der Schule blickte er auf seine eigene Schulzeit zurück und erinnerte daran, dass sich zwar vieles verändert habe, die wirklich wichtigen Dinge aber gleich geblieben seien. „Die Freundschaften, die man hier schließt, halten oftmals ein Leben lang“, sagte Stemmer. Gerade auf einer Insel wie Föhr hätten Freundschaften und Gemeinschaft einen besonderen Stellenwert. Den Abiturientinnen und Abiturienten empfahl er deshalb, diese Verbindungen zu pflegen und wertzuschätzen.
Humorvoller Rückblick der Tutoren
Für viele Lacher sorgten die beiden Tutoren Lars Reise und Sascha Rochhausen. Unter dem Titel „Ist das Kunst? oder kann das weg? – Eine Bestandsaufnahme ganz ohne KI!“ blickten sie gemeinsam mit dem Jahrgang auf die vergangenen Oberstufenjahre zurück. In Form einer humorvollen Bühnenshow beschäftigten sie sich mit der Frage, was Schule eigentlich wirklich vermittelt. Dabei wurde deutlich, dass es oft nicht die Formeln oder Fachbegriffe sind, die dauerhaft bleiben, sondern Fähigkeiten wie Freundschaft, Zeitmanagement, kritisches Denken und der Umgang mit anderen Menschen. Mit viel Selbstironie, Anspielungen auf den Schulalltag und einer gehörigen Portion Humor sorgten die beiden immer wieder für Gelächter im Publikum.


Fine Ganzel und Ole Herr nehmen die Gäste mit auf eine Reise durch die Schulzeit
Besonders persönlich wurde es in der Rede von Fine Ganzel und Ole Herr, die stellvertretend für den gesamten Jahrgang sprachen. Passend zum Abi-Motto „CABIRINHA“ nahmen sie die Gäste mit auf eine Reise durch die vergangenen Schuljahre. Sie erinnerten an Klassenfahrten, die Corona-Zeit mit Online-Unterricht, technische Pannen bei Videokonferenzen, den Neustart in der Oberstufe, die Berlin-Fahrt und viele gemeinsame Erlebnisse. Dabei wurde deutlich, wie eng die Jahrgangsstufe in den vergangenen Jahren zusammengewachsen ist. „Wir waren einfach eine Jahrgangsstufe, die unschlagbar vernetzt war“, beschrieben sie den Zusammenhalt ihres Jahrgangs.
Zum Abschluss dankten sie Familien, Lehrkräften und Freunden für die Unterstützung während der Schulzeit. Für einen zusätzlichen Lacher sorgte ihr augenzwinkernder Dank an „ChatGPT“. Ihre wichtigste Erkenntnis fassten sie schließlich in einem Satz zusammen: „Wir haben gelernt, dass man mit den richtigen Menschen an seiner Seite mehr schaffen kann, als man sich selbst zutraut.“
Besondere Leistungen ausgezeichnet
Im Anschluss an die feierliche Zeugnisvergabe wurden mehrere Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen und ihr Engagement ausgezeichnet. Für ihre herausragenden Leistungen im Fach Mathematik wurde Jule Falk geehrt. In der Laudatio wurde ihre außergewöhnliche mathematische Begabung hervorgehoben. Eine Lehrkraft scherzte, dass sie bei schwierigen Aufgaben gelegentlich zuerst auf Jules Lösungsweg geschaut habe.
Den Preis für das beste Abitur des Jahrgangs erhielt Marla Peters. Die Auszeichnung wurde von Robert Kleih, dem Vorsitzenden der Ferring Stiftung, überreicht. Für sein langjähriges Engagement rund um das Schulsanitätsprojekt der Eilun Feer Skuul wurde Frithjof Borth ausgezeichnet. Über viele Jahre habe er das Projekt mit großem Einsatz begleitet und mitgestaltet.
Eine weitere Ehrung erhielt Anni Petersen. Gewürdigt wurden ihr langjähriger Einsatz am Klavier sowie ihr Engagement im EFS-Chor. In der Laudatio wurde hervorgehoben, wie viele Stunden sie über Jahre hinweg in die musikalische Arbeit der Schule investiert habe.


Dankesworte und Vorfreude auf den Abiball
Zum Ende der Feier richtete Frithjof Borth noch persönliche Dankesworte an die Schulgemeinschaft. Besonders würdigte er die beiden Tutoren Lars Reise und Sascha Rochhausen, die den Jahrgang über Jahre hinweg begleitet hatten. Mit einem Augenzwinkern bezeichnete er sie als „Jahrgangstrainer“, die gelegentlich auch den einen oder anderen Fehltritt ihrer Schülerinnen und Schüler hätten ausbügeln müssen. Nach zahlreichen Danksagungen an Lehrkräfte, Eltern, Familien und Wegbegleiter endete die offizielle Feier. Anschließend wurden draußen vor der Schule Erinnerungsfotos gemacht – mit Freunden, Familien, Lehrkräften und natürlich dem frisch erhaltenen Abiturzeugnis in der Hand.
Während die einen noch letzte Fotos machten, richtete sich der Blick vieler bereits auf den Abend. Denn nach der feierlichen Zeugnisübergabe wartete mit dem Abiball bereits das nächste große Highlight auf den Abiturjahrgang 2026.
Die Absolventinnen und Absolventen 2026
Q2G:
Marlene Albers, Kaja Böttcher, Frithjof Borth, Niels Brodersen, Fine Ganzel, Ole Herr, Dominik Jacobsen, Janis Jürgensen, Rosi Krüger, Lea Melfsen, Jule Falk, Marla Peters, Anni Petersen, Ose Quedens und Rike Schmidt.
Q2N:
Leonie Christiansen, Mattes Clausen, Malte Hansen, Fabian Johannsen, Lasse Lorenzen, Hannes Matthiesen, Henrik Nickelsen, Jan-Hendrik Nissen, Jannis Petersen, Mads Petersen, Jona Rickmers, Jette Schlüter, Thore Thomsen und Tim Wriedt.
Fotos: Stefan Gaul









