Second-Hand-Basar 2026
Veröffentlicht von Stefan Gaul am 30. Mai 2026
Stöbern, sparen und Gutes tun: An diesem Wochenende lockt der große Second-Hand-Basar nach Wyk.
An diesem Wochenende verwandelt sich der Wyker Kurgartensaal wieder in ein Paradies für Schnäppchenjäger, Familien und alle, die nachhaltiges Einkaufen schätzen. Der erste Second-Hand-Basar des Jahres 2026 steht an und verspricht an zwei Tagen wieder jede Menge gut erhaltene Kleidung, Spielwaren, Bücher, Dekoartikel und viele weitere Schätze. Hinter der Veranstaltung steckt ein engagiertes Team, das seit fast drei Jahrzehnten dafür sorgt, dass auf Föhr Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und soziales Engagement Hand in Hand gehen.

Dass der Basar längst zu einer festen Institution auf der Insel geworden ist, merkt man schon beim Blick zurück auf seine Anfänge. Organisatorin Annette Striewski erinnert sich noch gut daran, wie alles begann. „Angefangen haben wir damals in Borgsum auf dem Spielplatz im Zelt“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Später zog die Veranstaltung ins damalige Umweltzentrum um, ehe sie schließlich im Kurgartensaal ihre feste Heimat fand. „Die FTG stellt uns die Räume immer zur Verfügung. Vielen Dank nochmal dafür“, sagt Striewski.
Fast 30 Jahre gelebte Nachhaltigkeit
Die Grundidee hinter dem Second-Hand-Basar ist bis heute dieselbe geblieben. Gut erhaltene Dinge sollen weiter genutzt werden, statt ungenutzt in Schränken oder Kellern zu verschwinden. Besonders bei Kinderkleidung sei das sinnvoll, erklärt Striewski. „Die getragenen Sachen der Kinder sind nicht auf und nicht verschlissen.“ Gleichzeitig schone Second-Hand nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Ressourcen. „Man spart Geld und gleichzeitig kann man wieder etwas verkaufen und den Spartopf auffüllen. Das ist einfach eine tolle Sache.“
Wer den Basar besucht, findet längst nicht nur Kinderkleidung. Das Angebot ist über die Jahre stetig gewachsen. Neben Kleidung für Kinder und Erwachsene warten Bücher, Spielwaren, Dekorationsartikel und viele weitere Fundstücke auf neue Besitzer. Als Jana Frädrich vom Sperrgutbasar scherzhaft anmerkt, man finde beim Sperrgutbasar „fast alles“, lässt Annette Striewski das natürlich nicht unkommentiert. „Da muss ich jetzt gegen anstinken“, lacht sie. „Wir haben Erwachsenen-Klamotten, wir haben Deko, wir haben Bücher, wir haben Spielwaren. Wir haben genauso ein tolles Sortiment.“

Hunderte Artikel und viele fleißige Helfer
Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits seit Tagen auf Hochtouren. Schon vor dem eigentlichen Verkaufswochenende werden Tische aufgebaut, Waren angenommen und sorgfältig sortiert. „Dann sind da viele fleißige Bienchen, die auspacken, sortieren und alles geordnet hinlegen“, erzählt Striewski. Erst dadurch werde es möglich, dass Besucher am Wochenende in aller Ruhe stöbern können.
Die Nachfrage bei den Verkäufern ist weiterhin enorm. Sämtliche Plätze waren bereits früh vergeben. „Wir haben auch immer eine Warteliste“, berichtet Striewski. Selbst kurzfristig frei gewordene Plätze seien sofort wieder vergeben worden. Das Interesse an der Veranstaltung ist also ungebrochen.
Einkaufen für den guten Zweck
Der Basar verfolgt dabei nicht nur einen nachhaltigen Gedanken, sondern unterstützt jedes Jahr auch wichtige Projekte auf der Insel. Verkäufer erhalten 80 Prozent ihrer Einnahmen zurück, 20 Prozent verbleiben beim Organisationsteam. Hinzu kommen feste Abgabegebühren. Der gesamte Erlös wird anschließend aufgeteilt.
In diesem Jahr profitieren die Jugendfeuerwehren aus Oevenum und Borgsum von der Veranstaltung. Außerdem erhält der Förderverein der Rüm-Hart-Schule einen Anteil der Einnahmen. „Uns ist wichtig, dass das Geld Kindern zugutekommt“, erklärt Annette Striewski. Der Förderverein könne die Unterstützung sehr gut gebrauchen, beispielsweise für Projekte oder Veranstaltungen, die allen Schülerinnen und Schülern zugutekommen.

Wünschetisch mit dem Sperrgutbasar
Mittlerweile gehört auch der sogenannte Wünschetisch fest zum Basar. In einem separaten Bereich können sich Vereine und Organisationen vorstellen und gleichzeitig Spenden sammeln. Die Idee dazu entstand aus einer freien Ecke im Gebäude.
„Da habe ich gedacht: Da könnte man auch noch Geld draus machen“, erzählt Striewski mit einem Augenzwinkern. Seitdem nutzen wechselnde Vereine die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen.
In diesem Jahr übernimmt diese Aufgabe der Sperrgutbasar. Jana Frädrich und ihr Team bringen eine kleine Auswahl ihrer beliebtesten Artikel mit in den Kurgartensaal. Besucher dürfen sich auf Dekoartikel, maritime Fundstücke, Bücher und weitere besondere Schätze freuen. „Wir bringen Dinge aus dem Sperrgutbasar mit. Sie stehen zum Mitnehmen zur Verfügung. Und wie im Sperrgutbasar auch kann man sie gegen eine faire Spende erwerben“, erklärt Frädrich.
Gleichzeitig stehen Mitglieder des Vereins für Fragen zur Verfügung und informieren über aktuelle Entwicklungen und Angebote des Sperrgutbasars. „Wir wollen einfach da sein und mit den Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Frädrich.
Drei Basare im Jahr geplant
Wer an diesem Wochenende keine Zeit hat, bekommt übrigens weitere Chancen. Der aktuelle Basar ist nur der Auftakt für das Jahr 2026. Bereits jetzt steht fest, dass zwei weitere Veranstaltungen folgen werden.
„Das ist der erste von dreien“, verrät Annette Striewski. Ein weiterer Basar ist für September geplant, ein dritter für November. Die genauen Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Bis dahin richtet sich der Blick aber zunächst auf das bevorstehende Wochenende. Die Organisatorinnen hoffen auf viele Besucher, volle Einkaufstaschen und möglichst hohe Erlöse für die unterstützten Projekte. Nach fast 30 Jahren zeigt sich einmal mehr, warum der Second-Hand-Basar auf Föhr so erfolgreich ist: Hier treffen Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und soziales Engagement auf eine ganz besondere Weise zusammen.
Öffnungszeiten an diesem Wochenende
Samstag, 30. Mai 2026: 10:00 bis 16:30 Uhr
Sonntag, 31. Mai 2026: 11:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Kurgartensaal Wyk auf Föhr
Fotos: Stefan Gaul
