Zeichen für Tibet
Veröffentlicht von Pit am 27. Februar 2026
Am 10. März weht in Wyk wieder die tibetische Flagge.
Am 10. März setzt die Stadt Wyk erneut ein sichtbares Zeichen für Menschenrechte, Freiheit und Selbstbestimmung: Vor dem Sitz des Bürgermeisters am Hafen und am Amtsgebäude des Amtes Föhr-Amrum wird die tibetische Flagge im Wind wehen.

Damit beteiligt sich Wyk wie in den vergangenen Jahren an der bundesweiten Aktion „Flagge zeigen für Tibet“. Seit rund 30 Jahren rufen Organisationen und Initiativen in Deutschland Städte und Gemeinden dazu auf, am 10. März Solidarität mit der tibetischen Bevölkerung zu zeigen.
Erinnerung an den 10. März 1959
Der 10. März erinnert an den Volksaufstand in Tibet im Jahr 1959. Damals versammelten sich in der Hauptstadt Lhasa tausende Menschen aus Sorge um den 14. Dalai Lama und protestierten gegen die chinesische Herrschaft. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, der Dalai Lama floh ins Exil nach Indien. Bis heute steht Tibet unter chinesischer Kontrolle, und Berichte über Einschränkungen von Religionsfreiheit, Kultur und Sprache sorgen weiterhin international für Kritik.
Die Flagge gilt als Symbol für Tibets Anspruch auf Selbstbestimmung und Freiheit. In China selbst ist sie verboten.
Haltung zeigen – auch auf kommunaler Ebene
Mit dem Hissen der Flagge beteiligt sich die Stadt Wyk an einer Aktion, die bundesweit von der Tibet Initiative Deutschland unterstützt wird. Das Ziel: Solidarität sichtbar machen und an die anhaltende Situation in Tibet erinnern.

Wyks Bürgermeister Uli Hess betont die Bedeutung dieser Geste: „Gern wollen wir am 10. März in Wyk Flagge zeigen. Dieser Tag gehört Tibet. Doch es liegt in unserer Verantwortung, jeden Tag im Jahr Flagge zu zeigen. Täglich unsere eigene Identität sichtbar zu machen und Haltung zu beziehen. Und für Werte wie Freiheit, Toleranz und Demokratie einzustehen.“
Die jährliche Flaggenaktion soll daran erinnern, dass der Einsatz für Menschenrechte und kulturelle Identität nicht nur auf internationaler Ebene stattfindet – sondern auch vor Ort beginnt.
